1. Öffentliche Podiumsdiskussion

Öffentliche Podiumsdiskussion – Schulprojekt Globalisierung

Termin:      Mittwoch, 07.02.2001, 19:30 Uhr
Ort:           Großer Sitzungssaal im Kreishaus , Burloer Str. 93

„Globalisierung – Herausforderung und Risiken für Deutschland und die Region.“

 

Ablauf:

  • Begrüßung durch den Schulleiter
  • Einführende Kurzvorträge der Referenten Jürgen Matthes und
    Bernd Mühlhaupt
  • Diskussion

Veranstalter:

Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs Borken,
Jahrgangsstufe 13

 

Ansprechpartner:

 

Wolfgang Großer

Podium:

Jürgen MatthesDipl.-Volkswirt
Institut der deutschen Wirtschaft, Köln
Bernd Mühlhaupt, Dipl.-Volkswirt
Sozialwiss. Institut d. DGB, Düsseldorf
Gerd Wiesmann, Landrat
Kreis Borken
Richard Michel, Dipl.-Volkswirt
IHK Bocholt
Dr. Dieter Abels, Hauptgeschäftsführer
Kreishandwerkerschaft Borken
Thomas Goderbauer, Dipl.-Handelsl.
OStR am Berufskolleg Borken
Nadine Faßelt, Schülerin
Gym 13 B, Berufskolleg Borken
Ulrich Mensing, Schüler
Gym 13 B, Berufskolleg Borken
Wolfgang Großer, Lehrer am
Berufskolleg Borken,
Moderation

 

Inhaltliche Auseinandersetzung:

Globalisierung: Ein heiß diskutierter Begriff. Bei vielen regen sich Ängste und Befürchtungen, andere sind euphorisch:

  • Ist die deutsche Wirtschaft in Gefahr oder wird sie Nutznießer sein?
  • Gehen Arbeitsplätze verloren oder wird der Arbeitsplatzbedarf steigen?
  • Zieht die Umwelt zwangsläufig den Kürzeren?
  • Welche Konsequenzen kommen auf die Region Borken zu?
  • Welche Folgen haben die globalen Veränderungen für unser Leben?
  • Wie bereitet man die Jugend auf die Entwicklungen der Globalisierung vor?

Von der Globalisierung der Märkte reden Wirtschaftsexperten, wenn sie den sprunghaft gewachsenen internationalen Wettbewerb meinen: Seit 1945 hat sich das Volumen des Welthandels um das Fünfzigfache vergrößert. Heute geht weltweit jedes siebte Produkt in n den Export. Die neue Weltwirtschaft ist jedoch nicht perfekt, denn 87 Prozent des internationalen Handels konzentrieren sich auf Nordamerika, Westeuropa und die Industrieländer Asiens. Aber zunehmend stoßen bisherige Entwicklungsländer in diese Riege.

„Made in Germany“ hat in den letzten Jahren mächtig Konkurrenz bekommen. Die internationale Konkurrenz der herkömmlichen Industrienationen schläft nicht. In Osteuropa wachsen nach dem Zerfall des Sozialismus starke Mitbewerber vor der Haustür heran. Die sogenannten Billiglohnländer holen beim Know-how mit Riesenschritten auf.

Um im harten Wettbewerb auf dem Weltmarkt mithalten zu können, erschließen deutsche Firmen neue dynamische Märkte im Ausland. Auch durch Produktion und Serviceleistung vor Ort sollen neue Kunden gewonnen, Währungsverluste ausgeglichen und Einfuhrschranken für Exporte umfahren werden.

Und das Globalisierungskarussell dreht sich immer schneller: Inzwischen gibt es ca. 40.000 transnationale Unternehmen ? fünfmal mehr als 1970. Sie investierten 1995 rund 475 Milliarden Mark im Ausland. Viele deutsche Firmen waren in den letzten Jahren gezwungen, Kosten zu sparen, um ihre Produkte international wettbewerbsfähig anbieten zu können. Sie haben rationalisiert, in klassischen Branchen wie z.B. dem Maschinenbau oder der Textilindustrie gab es einen einschneidenden Strukturwandel.

Deshalb macht die Globalisierung vielen Menschen Angst. Ist Globalisierung gleichbedeutend mit Sozialabbau, Arbeitslosigkeit und Umweltverschmutzung? Was sagen die Fakten aus? Bietet Globalisierung mehr Chancen als Nachteile? Wird sich durch die Globalisierungstendenz ein Wandel in der Wirtschaftsstruktur der Region Borken ergeben? Sind die heimischen Industrie- und Handwerksbetriebe auf die Herausforderungen der Globalisierung vorbereitet? Was kann Schule leisten, um die Schülerinnen und Schüler auf die zukünftigen Strukturen der globalisierten Arbeitswelt vorzubereiten?

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