Berufsgruppe im Überlebenskampf

An den Schülerzahlen im Backgewerbe des BK Borkens spiegelt sich der Überlebenskampf dieser Berufsgruppen im ständigen Wettbewerb um die Kundengunst wieder. Besonders in den sechziger und siebziger Jahren drängten Supermarktketten auf den Markt. Sie traten in direkter Konkurrenz mit ihren Produkten zu den Bäckereien und Konditoreien. Hinzu kamen ausländische Anbieter mit ihren landestypischen Produkten, wie Pizza und Döner. All dieses führte zu einer drastischen Reduzierung der Ausbildungsbetriebe. Einen weiteren Tiefschlag mussten die Bäckereien in den letzten zehn Jahren im Kreis Borken hinnehmen, als die so genannten Discounter-Bäckereien mit ihren Billigprodukten auf den Markt drängten. So findet man bei den Bäckereien nur noch Betriebe vor, die durch eine bestimmte Marketing-Strategie überlebt haben. Im Konditorenbereich geht das Firmensterben weiter, so dass damit die Zahl der Ausbildungsbetriebe weiter sinkt. Im Jahr 2011 wird es in der Stadt Borken wohl keine reine Konditorei mehr geben.

Waren die Fachklassen am BK Borken vor 30 Jahren noch mehrzügig und pro Fachklasse teilweise über 40 Auszubildende zu finden, so finden wir heute noch eine Fachklasse vor.

Diese verbliebenen Auszubildenden finden allerdings ideale Voraussetzung an unserer Schule vor. So wurde vor drei Jahren die Schulbackstube großzügig renoviert und damit auf einen modernen Stand gebracht. Die Prüfungsausschüsse sind sich einig, dass sich diese Investitionen zu Gunsten der Ausbildung am BK Borken gelohnt haben.

Weiterhin haben sich mit der Einführung der Lernfeldorientierung Veränderungen in der Ausbildung ergeben. So gab es für die Konditoren im Schuljahr 2003/04 und für die Bäcker im Schuljahr 2004/05 neue Rahmenlehrpläne zur Erprobung

(LG 2010)

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