Ausflug zur St. Remigiuskirche in Borken

Am 29.6.2011 besuchten wir, die Bauzeichnerklasse des Berufskolleges Borken, die St. Remigiuskirche in Borken. Nach einem 10-minütigen Fußmarsch vom Berufskolleg zur Kirche, durch kalten Sommerwind, der die Stimmung des Fußvolkes, das aus uns Schülern bestand, nicht ansteigen ließ wurden wir an der seitlichen Eingangspforte vom Kanonikus Kroppmann empfangen. Nach einer kurzen gegenseitigen Begrüßung, wurde uns auch schon die erste Aufgabe des Tages aufgetragen, die darin bestand, die Struktur, den Aufbau und besondere Auffälligkeiten in bautechnischer Hinsicht zu referieren. Die diversen Ergebnisse wurden in unserem Gremium zusammengetragen. Zunächst lag das Augenmerk auf den Kirchturm, dessen Dachform, seine Gründung und Charakteristika als solchen definieren. Auch die architektonischen Prägnanzen des Mauerwerkes, welches im Laufe der Jahrzehnte und gar Jahrhunderte aufgrund von Kriegen und daraus resultierenden Bränden zerstört und später wieder aufgebaut wurden, untersuchten wir. Im Angesicht des zunehmend schlechter werdenden Wetters, begaben wir uns ins Innere der Kirche. Dort sollten wir wiederum, wie zuvor das Äußere der Kirche, nun das Innere erkunden. Bei der Frage nach dem ältesten Gegenstand der Kirche, führte uns die Antwort auf dem Weg zum Taufbecken, das schon im späten Mittelalter erstellt wurde: ein fester Stein, auf einem ca. 15cm dicken Sockel stehend, mit vier kleinen Statuen, die Menschen und Tiere darstellen, als Stützen in den Ecken, die das Taufbecken tragen, am oberen Rand verziert mit Pflanzen und Blättern, die für die Natur stehen (Iat. .Natus" = Geburt), was dem Ritus der Taufe zum Eintritt in die Kirche sehr nahe kommt. Seit über 800 Jahren werden an diesem Brunnen Menschen getauft und in die Gemeinde aufgenommen. An dieser alten Fünte erhielten wie des Weiteren Informationen über die Geschichte des St. Remigiuskirche: An der Stelle der heutigen St. Remigiuskirche stand vor über 1200 Jahren eine Kapelle, dessen uralte Holzpfahlgründung entdeckte wurde. Auf diese baute man auch später die erste Steinkirche, die auch den Namen des heiligen Remigius der Kapelle verdankte. Aufgrund von Platzmangel wurde eine zweite Steinkirche gebaut, dessen Grundmauern unter der heutigen Kirche liegen. Die dritte Steinkirche entstand vor über 550 Jahren. Sie sah der heutigen schon sehr ähnlich. Wie bereits kurz angeschnitten, beschädigten der letzte Krieg und Brände die Borkener Gebäude, so auch die St. Remigiuskirche. Renovierungen fanden in den Jahren 1954-1957 statt. In diesen Jahren wurde auch die Orgel dem früheren Chorraum und jetzigen Altar gegenüberliegend installiert, die nun den religiösen Zeremonien in der St. Remigiuskirche ihren Klang spendet.

(Christoph Bußkamp 2011-10-08)

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