Ruhig in Gespräche gehen!

Wurde man zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, ist die erste Hürde bereits genommen. Verständlich, dass viele nun nervös werden, denn dieses Gespräch entscheidet vielleicht über die nächste Zukunft.

Wenn man mehrere Einladungen hat, sollte man versuchen die Gespräche mit den Firmen zuerst zu führen, an denen man etwas weniger interessiert ist. So kann man ruhiger in die Gespräche gehen und sie im Misserfolgsfall als Übung abbuchen.

Spontanes (Vorstellungs-)Gespräch / Kurzinterview

Bei manchen Gelegenheit kommt man schon mal spontan ins Gespräch mit potentiellen Arbeitgebern. Im Gegensatz zu einem klassischen Vorstellungsgespräch hat das Gegenüber hier nichts vorliegen (Bewerbung mit Lebenslauf o.ä). Man sollte daher in der Lage sein, die wichtigsten Punkte aus dem eigenen Lebenslauf zu nennen. Grundsätzlich sollte man dabei versuchen, diejenigen Tätigkeiten in den Vordergrund zu stellen, die zum jeweiligen möglichen Arbeitgeber "passen". Trotzdem sollte man es nie übertreiben.

Auf einige Standardfragen sollte man ebenso Antworten wissen wie auf übliche "unangenehmere" Fragen.

Vorbereitung - auf den möglichen Arbeitgeber einstellen

Über Arbeitgeber informieren

Umgangston

Kleidung

Frisur und Accessoires

Anreise

Unterlagen

Mögliche Fragen, mögliche Antworten

Was man nicht verraten muss

Die Zeiten, in denen Personalchefs die Bewerber/in durch unangenehme Fragen unter Druck zu setzen versuchten, sind im allgemeinen vorbei. Sollte man dennoch an solch einen unangenehmen Gesprächspartner geraten, so bleibt man am besten zunächst gelassen.
Bleibt es allerdings nicht nur bei einer derartigen - unerlaubten oder unschicklichen - Frage, so sollte man sich überlegen, ob man in einem Unternehmen mit solch einem Personalverantwortlichen überhaupt arbeiten möchte. I.a. deuten derartige - führende - Mitarbeiter auf eine unangenehme Unternehmenskultur hin.

Unzulässige bzw. kritische Themen

Meist unzulässig sind Fragen nach

Je nach Job und Branche gibt es Ausnahmen, bei denen der potentielle Arbeitgeber doch Fragen dazu stellen darf.

Eigene Fragen

Grundsätzlich sollte man "Warum"-Fragen vermeiden - das könnte nach Kritik klingen. Statt dessen sollte man offene Fragen stellen ("Wer?", "Was?", "Wie?"), die nicht in einem Satz beantwortet werden können, sondern dem Gesprächspartner - sofern er das möchte - Gelegenheit geben, ausführlicher zu werden.

Man sollte das Gespräch nicht mit eigenen Fragen beginnen, sondern zunächst nur bei Verständnisschwierigkeiten oder wenn es konkret passt, Fragen einbringen. Es wäre z.B. eher peinlich, wenn man zu Beginn des Gesprächs schon nach Urlaubsgeld oder Gleitzeit fragen würde.

Fragen des Arbeitgebers

Natürlich kann man nicht auf alles vorbereitet sein - und muss das auch gar nicht. Auf einige "Standards" sollte man aber vorbereitet sein.

Hat man Lücken im Lebenslauf, sollte man dafür eine Begründung haben - lieber ehrlich sein. Hat man z.B. "nebenbei" ehrenamtliche Tätigkeiten ausgefüllt, kann das sogar positiv sein - also nicht verschweigen!

Gerade für den Anfang des Gesprächs ist es auch sinnvoll, den eigenen Lebenslauf in Kürze darstellen zu können. Sehr gut ist es, wenn man dabei das Interesse an dem konkret angebotenen Job einfließen lassen kann und die eigenen Qualifikationen mit dem geforderten Leistungsprofil des Arbeitgebers verbinden kann. Denn es sollte auf jeden Fall erkennbar werden, dass man sich gerade für diesen Job interessiert.

(Diana Bartsch 2009)

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