Die schulische Ausbildung bis zur Berufsabschlussprüfung

Der Unterricht in der Berufsschule begleitet und ergänzt die betriebliche Ausbildung zur Landwirtin / zum Landwirt. Diese dauert in der Regel drei Jahre. Auf Antrag kann die Ausbildung verkürzt werden, wenn Sie bereits die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben oder eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei der Landwirtschaftskammer NRW

Berufsschulabschluss

In der Fachklasse Landwirt/in haben Sie die Möglichkeit, den Berufsschulabschluss zu erwerben, wenn ihre Leistungen am Ende des Bildungsganges in allen Fächern mindestens "ausreichend" oder in nicht mehr als einem Fach "mangelhaft" sind. Er wird unabhängig vom Berufsabschluss zuerkannt.

Der Berufsschulabschluss entspricht dem Sekundarabschluss I, Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Falls Sie bereits über diesen verfügen, ist der Erwerb der Fachoberschulreife (mittlerer Schulabschluss) möglich. Sie müssen hierzu eine Durchschnittsnote von mindestens 3,0 erreichen, Englisch- oder andere Fremdsprachenkenntnisse - auf Fachoberschulniveau - nachweisen und die Berufsabschlussprüfung bestehen. Besitzen Sie den mittleren Schulabschluss schon, können Sie unter bestimmten Bedingungen die Fachhochschulreife erwerben.

Die Inhalte der schulischen Ausbildung finden Sie im Lehrplan für die Fachklasse „Landwirt/in" im dualen System der Berufsausbildung.

Die landwirtschaftliche Ausbildung an der Berufsschule sieht laut Lehrplan rund 960 Unterrichtsstunden und zwei Berufsschultage pro Woche vor. Abweichend davon werden Sie unsere Berufsschule im ersten Ausbildungsjahr an zwei Tagen in der Woche besuchen und die übrige Zeit in Ihrem Ausbildungsbetrieb verbringen. Im zweiten Ausbildungsjahr findet der Unterricht im wöchentlichen Wechsel an ein bzw. zwei Berufsschultagen und im dritten Ausbildungsjahr an einem Berufsschultag je Woche statt.

Die Inhalte der betrieblichen Ausbildung sind im Ausbildungsrahmenplan beschrieben und den einzelnen Ausbildungsabschnitten zeitlich zugeordnet.

Zusätzlich wird die betriebliche Ausbildung in jedem Ausbildungsjahr durch eine überbetriebliche Ausbildung ergänzt.

Unser Einzugsbereich

Der Kerneinzugsbereich des Berufskollegs Borken umfasst den gesamten Kreis Borken (Westmünsterland), den westlichen Teil des Kreises Recklinghausen (die Städte Dorsten, Gladbeck, Marl, Herten, Recklinghausen) und die Städte Bottrop und Gelsenkirchen.

Nach Aufhebung der Schulbezirke für Berufsschulen zum Schuljahr 2008/09 können Sie ohne besonderen Antrag das Berufskolleg Ihrer Wahl besuchen.

Der Einzugsbereich unseres Berufskollegs zählt zu den intensivsten landwirtschaftlichen Standorten in Deutschland. Das trifft sowohl für die Tierhaltung (Milchvieh-, Mastbullen-, Sauen- und Mastschweinehaltung) als auch für den Ackerbau (Getreide- und Maisanbau, insbesondere auch Kartoffel- und Feldgemüseanbau) zu.

Ein weiteres Standbein ist für viele Betriebe die Direktvermarktung. Ihnen wird sowohl in den unterschiedlich strukturierten Ausbildungsbetrieben, als auch in der Schule eine breite Palette an Lerninhalten angeboten.

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