Durch Borken im Rollstuhl

„Nie laufen können, immerzu auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Das Leben als Rollstuhlfahrer ist nicht leicht. Wie es in Borken aussieht, haben sieben Schüler/ -innen der FOS 12S-Klassen des Berufskollegs Borken im Rahmen des Projekts „Jugend im Alltag“ untersucht.

„Wird Borken dem Rollstuhlfahrer gerecht?“ betitelten Stefanie Wölfel und ihre Mitschüler die Reportage. Um das Handling mit dem Rollstuhl zu lernen, bauten die Schüler einen Parcour auf dem Grundstück des Berufskollegs. Danach ging es mit zwei Rollstühlen durch die Borkener Innenstadt. Die Reaktionen der Menschen hielten die Reporter mit der Videokamera fest.

Ihre Eindrücke: „Es gibt teilweise sehr intolerante Menschen, aber wir konnten feststellen, dass die meisten Menschen hilfsbereit und freundlich waren“, sagt Wölfel. Viele Dinge sollten ihrer Meinung nach überdacht werden, wie etwa die Höhe von Geldautomaten, Toiletten, Regalen, Kassen und Theken.

Ebenfalls positiv verzeichneten die Schüler, dass niemand „gestarrt“ habe. Negativ sei aufgefallen, dass die Angestellten in großen Geschäften sich häufig darauf verließen, dass jemand anders helfe. Einmal sei die Gruppe von den Mitarbeitern eines Ladens sogar beleidigt worden. Trotzdem fällt das Fazit positiv aus: „Die meisten Borkener sind aufgeschlossene, freundliche Menschen.

(Stefanie Wölfel und Julia Steinbach 2010-04-26)

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