Sinn- und Wertefragen

Besuch des Ostergartens in Osnabrück mit der Klasse FOS 11 S2 und Gestaltung eigener Erlebnisräume

Wie kann man die Osterbotschaft, die Botschaft Jesu Christi, die gute Nachricht über Jesus von Nazareth für die Menschen heute erfahrbar machen? Dieser Frage sind wir im Religionsunterricht nachgegangen. Dabei entstand die Idee, nach dem Vorbild der sogenannten Ostergärten selbst so ein „Panorama“ in Miniaturformat zu schaffen. Was ist ein Ostergarten? Das Konzept stellt eine Art von Erlebnispädagogik im christlichen Kontext dar. Da in der (Religions-) Pädagogik der Ganzheitlichkeit eine besondere Aufmerksamkeit zukommt, spielen auch die religiösen Aspekte im Menschen, wo es um Sinn- und Wertefragen geht, um Grundfragen der Menschheit nach dem Woher und Wohin, eine Rolle. In diesem Zusammenhang werden anregende Erlebnisräume geschaffen und christliche Deutungsrichtungen angeboten. Alle Sinne werden einbezogen, um die Besucher/Zuschauer zu einer Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema zu führen. Dabei sind  begehbare Kulissen, Elemente zum Hören und interaktive Angebote, Düfte und Dinge zum Schmecken zu bestaunen. Durch Sehen, Schmecken, Tasten und Riechen sollen die Besucher erleben können, wie die Menschen vor zwei Jahrtausenden das Wirken Jesu erlebt haben, und den Bezug zum eigenen Leben verdeutlicht bekommen.

Am Freitag, den 07. April 2017 fuhren wir bereits um 7.30 Uhr mit dem Sprinterbus nach Münster und weiter mit dem Zug nach Osnabrück. Nach einem kleinen „Fußmarsch“ in die Innenstadt ging es weiter mit dem Linienbus zum Sinnenpark Osnabrück. Dort konnte die Führung pünktlich beginnen.

Wir konnten – ausgehend von der Krippe- auf einem orientalischen Markt die Umwelt Jesu begreifen, die Gerüche dort wahrnehmen und das Essen probieren. Der Lebensweg Jesu von der Krippe bis zur Auferstehung wurde anschließend mit allen Sinnen „erlebt“.  Palmsonntag,  der Tag des Einzugs Jesu in Jerusalem,  die Auseinandersetzung mit den Händlern im Tempel, das letzte Abendmahl, Jesu Aufenthalt im Garten Gethsemane, der Tod Jesu am Kreuz und schließlich die Auferstehung waren dabei die verschiedenen Stationen.

Um 18.30 Uhr endete unser Ausflug wieder in Borken.

Angeregt durch die gemachten Erfahrungen zeichneten   wir dann im Religionsunterricht den Lebensweg Jesu nach: Wer ist dieser Jesus von Nazareth?

Seit der ersten Sekunde will man diesen Jesus nicht haben, nicht in der Herberge, nicht im Palast. Seine Eltern müssen fliehen und Jesus wächst als Flüchtling, Asylant, Ausländer auf. Dieser Jesus wird nicht alt. Palmsonntag: Jesus wird in Jerusalem wie ein Rockstar gefeiert und willkommen geheißen.

Gründonnerstag/Das letzte Abendmahl: Jesus kam nicht, um zu herrschen,  sondern um zu dienen. Er teilt nicht nur Brot und Wein aus, sondern gibt sich selbst hin. Karfreitag: Jesus stirbt am Kreuz. Selbst am Kreuz hört die Liebe Gottes nicht auf. Ostern:Das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden und lebt.

Wir können ihn suchen, ihm begegnen und ihn erfahren.

FOS 11 S2/Ulrike Prasse

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