Berufsschule Technik

Dachdecker/in

Von Berufs wegen hoch hinaus

Der Weg nach oben gehört beim Dachdecker zum Berufsalltag. In seiner Arbeit ist viel handwerkliches Können gefragt. Und die Zukunftsaussichten sind laut Kennern der Branche seht gut: „Ein Dach braucht man immer“, bringt es Ulrike Heuberger, Sprecherin des Deutschen Dachdeckergewerbes, auf den Punkt.

Der Dachdecker muss von Berufswegen zwar hoch hinaus, doch gelegentlich beginnt seine Arbeit im Keller: zu seinen Aufgaben gehört auch das Abdichten von Wänden gegen Feuchtigkeit und Grundwasser.

Im Tunnelbau ist sein Können ebenfalls gefragt – hier sorgt er dafür, dass Nässe nicht Stromleitungen und Verkehrsanlagen beschädigt.

Dachdecker sind auch für den Einbau von äußeren Blitzschutzanlagen, Solarsystemen und Dachfenstern zuständig – und für Türme, auf die auch Kreuze und Wetterfahnen zu setzen sind.

Auf diesen Baustellen trifft man die Handwerker der Fachrichtung Dach-, Wand-, und Abdichtungstechnik, die den größten Teil der Dachdecker stellen.

Quelle: BBV 16.04.2005

 


 

Das Dachdeckerhandwerk in Zahlen

Insgesamt gibt es in Deutschland fast 9.600 Dachdeckerbetriebe, mit mehr als 90.000 Arbeitnehmern. Anfang 2004 waren rund 7.700 Auszubildende registriert. Der Bundesecklohn für Gesellen beträgt laut Dachdeckerverband 14,70 Euro die Stunde.

Für ein Lehrverhältnis wird in der Regel der Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife verlangt. Gelernt wird in drei Jahren in Betrieben und Berufsschulen. Die Ausbildungsvergütung beginnt nach Angaben der Handwerkskammer Hamburg bei 538 Euro im ersten Lehrjahr, und steigt dann über 733 Euro auf 875 Euro im dritten Jahr.

Der Wegfall von Arbeitsplätzen durch weitere Rationalisierung scheint Herrn Bernd Schürger, Dachdeckermeister, nicht möglich: Viele Tätigkeiten seien schon so weit wie möglich durch Technik ersetzt worden. „Was das hoch entwickelte Bauwesen in Deutschland fordert, muss von Handwerkern erledigt werden.“

Quelle: BBV 16.04.2005