Berufsschule Technik

„Der Tischler“, ein besonderer Beruf

Auf den Internetseiten des Fachverbandes Hoz- und Kunststoff NRW finden sich neben Informationen für Kunden, Betriebe, Auszubildenden und Ausbilder auch Infos rund um Ausbildung und Beruf. Vieles ist unter: www.tischler-nrw.de nachzulesen. Hier einige gekürzte Auszüge:

Der Beruf

Im 13. Jahrhundert trennte sich der Beruf des Tischlers von dem des Zimmermanns. Die Begründung ist in einem Lehrbuch von 1952 zu finden:

„Die Aufgabe des Tischlers ist zu allen Zeiten die gleiche geblieben: die nächste Umgebung des Menschen zu formen, die Holzarbeiten im Bau und die Wohnung so zu gestalten, daß der Mensch ein Heim findet, das seinen Lebensbedürfnissen entspricht und in dem er sich wohl fühlt.” 

Heute bearbeiten Tischler mit moderner Technik den faszinierenden Werkstoff Holz. Daneben aber auch viele andere Materialien wie Glas, Stein, Metall und Kunststoff. Über 700 Jahre prägt der Beruf das Design und den Alltag. Eine spannende Aufgabe, die viele Menschen immer wieder aufs Neue begeistert. Einerlei welcher Stil bevorzugt wird, immer sind es Tischler und Schreiner, die die vielseitigen Ideen umsetzen, die etwas Eigenes schaffen. Das erfordert einen klaren Blick fürs Ganze. Tischler und Schreiner sind Macher und kreative Köpfe in einem.

Die Ausbildung

Tischler-Azubis werden nicht nur mit den traditionellen Werkzeugen, sondern auch mit modernen Technologien vertraut gemacht. Inzwischen übernehmen elektronisch gesteuerte Fräsen, Hobel, Sägen, Pressen und andere Maschinen nahezu alle Arbeiten, die vorher mit großer körperlicher Anstrengung verbunden waren. Hinzu kommt, dass immer mehr Tischlereien CNC-gesteuerte Werkzeuge einsetzen und teilweise auch ihre Entwürfe am Bildschirm zeichnen. Für Computerfreaks, die sich schon während der Lehre mit digital gesteuerten Werkzeugen auseinander setzen wollen, bieten sich diese Tischlereien daher als ideale Ausbildungsbetriebe an.

Der Tischlerberuf ist sehr vielfältig und facettenreich, denn die einzelnen Tischlereien können sich enorm voneinander unterscheiden: Vom Bautischler, der Türen und Fenster produziert und montiert, über den Innenausbauer, der individuelle Möbeleinrichtungen fertigt, bis zum Restaurator, der wertvolle alte Möbel auf Vordermann bringt, stehen dem Tischler-Nachwuchs alle Ausbildungsbereiche offen.

Die Karriereleiter

Die Tischlerlehre bietet eine gute Vorlage, wenn man nach der Gesellenprüfung auf der Karriereleiter schnell nach oben steigen will. Von der Spezialisierung zum Restaurator, Techniker, Kundenberater, Fertigungsplaner oder Fachbauleiter ist nach der Ausbildung alles drin. 
Ob als hochqualifizierter Angestellter in einer Führungsposition, als Unternehmer mit einem Meisterbrief, als Diplom-Ingenieur Holztechnik oder Lehrer an einem Berufskolleg, die Möglichkeiten, persönliche Talente und Vorlieben auszubauen, sind bei entsprechendem Schulabschluss nahezu unbegrenzt.

(Quelle: www.tischler-nrw.de)