Wirtschaft & Verwaltung

Der Ausbildungsberuf Automobilkaufmann / -kauffrau

Die Ausbildung im staatlich anerkannten Ausbildungsberuf „Automobilkaufmann / -kauffrau“ findet in einem KFZ- Betrieb und in der Berufsschule statt. Sie ist für Bewerber geeignet, die Interesse am Automobil („Benzin im Blut“) haben, aufgeschlossen für Büroarbeiten und Kundenkontakt sind und auch vor einem Ölwechsel in der Werkstatt nicht zurückschrecken.

 

Voraussetzungen

Spezielle formale Voraussetzung für die Ausbildung z. B. in Form eines bestimmten Schulabschlusses gibt es nicht. Allerdings sollte ein Bewerber zumindest einen qualifizierten Hauptschulabschluss vorlegen können. Von Vorteile für Bewerbung und Ausbildung sind außerdem:  

– Führerschein

– Fachhochschulreife oder Wirtschaftsabitur

– abgeschlossene Ausbildung zum KFZ- Mechaniker / Mechatroniker

 

Unterrichtsfächer

Berufsbezogener Bereich    Berufsübergreifender Bereich        Differenzierungsbereich

Automobilbetriebslehre          Politik / Gesellschaftslehre                Automobiltechnik     

Allgem. Wirtschaftslehre        Deutsch / Kommunikation    

Rechnungswesen                  Sport / Gesundheitsförderung

Datenverarbeitung                Religionslehre

Niederländisch

 

(Die Fächer des „Berufsübergreifenden Bereichs“ werden mit Ausnahme von „Politik“ nur im 2. Ausbildungsjahr unterrichtet).

 

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter besonderen Voraussetzungen (z. B. Fachhochschulreife oder abgeschlossener Ausbildung zum KFZ-Mechaniker) sowie bei hervorragenden Leistungen an der  Berufsschule ist eine Verkürzung auf 2,5 oder 2 Jahre möglich. 
Im Ausbildungsbetrieb

Für das Erreichen des Ausbildungszieles (= Bestehen der IHK- Abschlussprüfung) ist laut Ausbildungsvertrag der Ausbildungsbetrieb verantwortlich. Hier verbringen die angehenden Automobilkaufleute mit 3,5 Tagen pro Woche auch den Großteil der Ausbildungszeit. Für den Besuch der Berufsschule verbleiben lediglich 1,5 Tage.   

 

Im Rahmen der Ausbildung durchlaufen die angehenden Automobilkaufleute idealerweise  sämtliche Abteilungen bzw. Bereiche eines Autohauses von der Werkstatt über das Ersatzteillager bis hin zur Reparaturannahme und -in Ausnahmefällen- zum Verkauf.  Dabei werden sie mit den typischen organisatorischen Abläufen vertraut gemacht wie Disponieren, Anmelden und Überführen von Fahrzeugen sowie Reparaturannahme oder Teiledienst.