Höhere Berufsfachschule

Höhere Handelsschule – Ein Bildungsgang stellt sich vor

Die Höhere Handelsschule ist ein zweijähriger Bildungsgang, der Sie auf einen Beruf im kaufmännischen Bereich vorbereitet, indem Sie wesentliche Kompetenzen erwerben, die Sie für Ihr späteres Berufsleben benötigen.

Neben fachlichen Inhalten wie Buchführung oder dem Umgang mit dem Computer lernen Sie selbstständig und im Team, konkrete Aufgabenstellungen zielgerichtet mit geeigneten Methoden zu bearbeiten.

Wann sollte ich mich für diesen Bildungsgang entscheiden?

Haben Sie Freude an kaufmännischen Tätigkeiten und gerne Kontakt mit Menschen? Dann erfüllen Sie die wichtigsten Voraussetzungen, um später mit Spaß und Erfolg im kaufmännischen Bereich zu arbeiten. Wenn Sie zusätzlich den mittleren Schulabschluss besitzen, können Sie sich bei uns bewerben. Ein Qualifikationsvermerk ist dabei nicht notwendig.

Die Höhere Handelsschule ist der optimale Weg, wenn Sie direkt im Anschluss eine Berufsausbildung absolvieren wollen und sich die Möglichkeit offen halten, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt  ein Studium zu beginnen. Aber auch der direkte Weg in das Studium ist möglich, wenn Sie durch zusätzliche Praktika die volle Fachhochschulreife erreichen.

 Wie ist der Unterricht strukturiert?

In den zwei Jahren werden insgesamt sieben Handlungsfelder bearbeitet, die sich alle am Wirtschaftsleben orientieren. Dazu zählen:

  • Unternehmensstrategien und Management
  • Beschaffung
  • Leistungserstellung
  • Absatz
  • Personal
  • Investition und Finanzierung
  • Wertströme

Innerhalb der Handlungsfelder gibt es Lernsituationen, in denen die einzelnen Unterrichtsfächer aufeinander abgestimmt die jeweiligen Inhalte aufgreifen, die sie betreffen.

Welchen Abschluss kann ich erreichen und welche Berechtigung ist damit verbunden?

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung in den Fächern Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Deutsch / Kommunikation, Mathematik und Englisch erreichen Sie den schulischen Teil der Fachhochschulreife und bekommen berufliche Kenntnisse bescheinigt, die den Einstieg in qualifizierte Berufe in Wirtschaft und Verwaltung erleichtern.

Sie haben damit die Möglichkeit, ihre Ausbildungsdauer zu verkürzen (sofern der Ausbildungsbetrieb einverstanden ist) oder nach der Ausbildung, alternativ dem Nachweis eines einschlägigen Praktikums, an einer Fachhochschule studieren zu gehen.

Muss jeder Schüler ein Praktikum im Umfang von 24 Wochen absolvieren?

Das ist nicht der Fall. Alle Schüler absolvieren in der Klasse 11 ein 2-wöchiges Pflichtpraktikum, für das sie sich selber einen Praktikumsplatz im kaufmännischen Bereich suchen müssen. 

Nur wer direkt im Anschluss an den Bildungsgang studieren gehen möchte, benötigt insgesamt ein 24-wöchiges Praktikum für die volle Fachhochschulreife.

In diesen 24 Wochen enthalten sind das zweiwöchige Pflichtpraktikum in Klasse 11 sowie vier Wochen, die Ihnen über die erteilten Unterrichtsfächer angerechnet werden. Sie müssen also noch zusätzliche Praktika im Umfang von achtzehn Wochen nachweisen.

Diese Praktikumswochen können Sie in einem oder mehreren Unternehmen ableisten. Wichtig dabei ist, dass die Praktika immer mindestens 2 Wochen dauern müssen und dass es sich um kaufmännische Tätigkeiten handelt.

Sie können mit den Praktika bereits beginnen, wenn Sie ihre vorherige Schule verlassen haben. Zuvor absolvierte Praktika an Ihrer vorherigen Schule können wir leider nicht berücksichtigen.

Viele Fachhochschulen verlangen den Nachweis von Praktika in bestimmten Bereichen. Daher sollten Sie Kontakt mit der entsprechenden Fachhochschule aufnehmen, um sicherzustellen, dass Sie nicht noch nachträglich zusätzliche Praktika absolvieren müssen.

Worin unterscheiden sich die Schwerpunkte Informationswirtschaft, Spanisch und Niederländisch, zwischen denen ich bei der Anmeldung wählen kann?

In allen drei Schwerpunkten werden alle o. g. Handlungsfelder in gleichem Umfang behandelt. Es besteht nur die Möglichkeit, zusätzlich eine weitere Fremdsprache als Anfänger in Spanisch oder Niederländisch zu belegen, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Eine Verpflichtung zur Belegung einer weiteren Fremdsprache besteht nicht.

 

(SC 2013)