Firmenbesuch

Das BGJT und die AGSM zu Gast bei der Gärtnerei Ebbing-Lohaus in Heiden

teaserBereits vor mehr als 30 Jahren begann Adolf Ebbing-Lohaus mit den ersten, eher hobbymäßigen, Primelzüchtungen. Damals konnte niemand ahnen, welche Bedeutung die Primelzüchtung einmal für den Betrieb haben würde. Die von Adolf Ebbing-Lohaus gezüchteten Sorten fanden in der Praxis schnell Anerkennung und setzten sich im Anbau durch, so dass der Betrieb heute stark auf die Züchtung, den Samenbau und die Jungpflanzenproduktion von Primula acaulis spezialisiert ist.

  • Kontinuierliche Entwicklung seit der Betriebsgründung 1953.
  • Ausbau der Gewächshausfläche auf  26.000 qm Hochglasfläche.
  • Spezialisierung auf Cyclamen persicum und Primula acaulis Kulturen.
  • Produktion von Jungpflanzen: Pikiert, als Stöpsel und in Saatkisten.

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Das wollten wir uns vom BGJT und AGSM gerne näher betrachten. Um 09.00 Uhr am 05.03.2013 trafen wir uns dann mit unseren Lehrern Herr Buer und  Frau Stechel vor dem neuen Bürogebäude und wurden von Thomas Ebbing-Lohaus und seinem Meister Herr Kemper  freundlich in Empfang genommen.

Und der spannende Teil begann.

Aufgeteilt in 2 Gruppen ( eine Laiengruppe BGJT und eine Expertengruppe AGSM ) begann nun die Führung durch den Betrieb.

Das BGJT, die Laiengruppe,  begleitet von Herrn Buer wurde von Thomas Ebbing-Lohaus zunächst in das  Ausstellungsgewächshaus geführt. Hier blieb uns erst einmal die Sprache weg, so eine Blütenpracht, so viele Farben, einfach nur wunderschön. Herr Ebbing-Lohaus erklärte uns dazu, dies wäre der Kundenbereich, hier informieren sich seine Kunden über Farbe, Wuchs und Aussehen der Pflanzen bevor sie sie bestellen.2

Weiter ging es dann zu den Abfüll- und Sortieranlagen der Jungpflanzen. In einem modernen Betrieb werden diese Arbeitsvorgänge nicht mehr per Hand sondern maschinell ausgeführt, wusste Herr Ebbing-Lohaus zu berichten und startete unter unserem Staunen einen Probelauf, extra für uns. Dies war genau das Richtige, was wir Metaller uns wünschen. Ebenso die darauf folgende Heizungsanlage, gefeuert mit Kohle aus Ibbenbüren, der Aufbau die Technik und nicht zuletzt die Verteilung. Ein Highlight für jeden Metaller.

Nach so viel Stauen kamen wir dann zu den Zuchtgewächshäusern. Hier werden aus dem selbst produzierten Samen nun die Jungpflanzen gezogen. Diese Jungpflanzen werden dann, wie vorher gesehen abgepackt und an die Kunden ausgeliefert. In weiteren Gewächshäusern standen die blühenden Primeln, aus denen der Samen gewonnen wird. Unter großem Oooohh sahen wir, wie der Samen entnommen wird und die für uns ja noch so schöne Blume in den Abfall wandert.

Zum Schluss kam dann noch der Sex. Wir erfuhren etwas über das Liebesleben der Blumen, kunstgerecht zeigte man uns das Bestäuben der Mutterpflanzen. Die AGSM, die angehenden Experten, begleitet von Frau Stechel  wurden von Herrn Kemper durch den Betrieb geführt.

Die Schüler waren begeistert von vielen Details.

Jonas Anschlag:

Die Firma Ebbing Lohaus besitzt viel Technik, die die Arbeit der Mitarbeiter vereinfacht und für schnelleres und effizienteres Arbeiten sorgt. Zum einen das Rollsystem der Tische. Man kann die Tische durch alle Häuser schieben und bewegen. (Für mich als Baumschuler eine interessante Sache..)

Ebenfalls ist das Bewässerungssystem -> der Gießwagen eine Arbeitserleichterung. Das System fährt über die Tische und gießt die ganze Fläche gleichmäßig, das System schaltet sich selbständig ab durch ein Magnetventil.

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Simon Schmittmann:

Bei Ebbing Lohaus haben sie einen sehr gut durchdachten innerbetrieblichen Transport…

Oliver Häling (Zierplanzenbau):

Die Röllchenbahn  

Bei Ebbing-Lohaus haben wir als Transportmittel eine Röllchenbahn, wo wir die Mobiltische mit transportieren können. Das ist praktisch, weil man sich so das Abräumen der Pflanzen von dem Tisch und das Aufstellen auf einen anderen Tisch sparen kann. So können Primeln z.B. von einem Haus in der Westabteilung quer durch den Betrieb in die Ostabteilung gebracht werden. Die Tische fahren in der Bahn auf kleine Metallrädchen, und auf der Rollbahn auf Plastikrollen. Mit einer Hebe-Senke Einrichtung, die mit Luftdruck funktioniert, werden die Tische angehoben und man kann sie auf die Bahn fahren.

Benjamin Prohaska:

Für mich interessant war die Züchtung neuer Sorte….

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Lena Schischewski:

Beim Bestäuben der Primel hat man einen Samenträger und einen Bestäuber.  Es darf nur kurzgrifflig mit langgrifflig bestäubt werden. Wenn die Pflanzen bestäubt sind, bilden sich Samenkapseln, aus denen später der  Samen gewonnen wird.

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Wir bekamen von Herrn Ebbing-Lohaus noch ein kleines Andenken, bedankten uns ganz herzlich für die informative und freundliche Führung und so endete ein überaus gelungener Tag.

Vielen, vielen Dank sagen das BGJT, die AGSM, Herr Buer und Frau Stechel

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