Theaterpädagogische Elemente am Berufskolleg Borken

Das Fach Spiel- und Theaterpädagogik in der GE 12 und 13

Das Fach Spiel- und Theaterpädagogik (STP) wird im Differenzierungsbereich der gymnasialen Oberstufe Erziehung und Soziales angeboten. Erstmalig ab dem Schul­jahr 2010/11 haben bereits Schülerinnen und Schüler aus der GE 12 Gele­genheit für 2 Stunden in der Woche einen etwas alternativeren Unterricht zu genießen: wir arbeiten im ersten Jahr fast ausschließlich praktisch.Bei uns sind alle Schülerinnen und Schüler gut aufgehoben, die Interesse daran ha­ben, kreativ im darstellenden Bereich zu arbeiten, die ihre Selbstdarstellung und ihr Selbstbewusstsein optimieren und eine Menge Spaß haben wollen. (Genaueres zu den Zielen siehe Ziele) Und muss man Vorkenntnisse haben oder womöglich sehr begabt sein? Nein; das ist ja Schöne an dem Fach: wir fangen alle mit ganz niedrigen und einfachen Übungen an und jeder steigert sich so gut er oder sie es kann.Wir beginnen mit Aufwärm- und Vertrauensübungen, um ein bisschen locker zu werden und eine positive Atmosphäre zu schaffen. Es folgen gezielte Übungen zur Bewegungsart (runde, eckige Bewegungen, roboterartig…), welche in Ausdrucks­übungen für die Körpersprache münden. Spätestens an dieser Stelle haben die Kurse meist großen Spaß daran, betrunken, wie arrogante Zicken, coole Machos … durch den Raum zu laufen. Wenn auch noch Übungen zur Mimik­schulung durch­laufen sind, verfügen alle Schülerinnen und Schüler über ein Grundlagenrepertoire und es beginnt der eigentliche Themenschwerpunkt: Das Improvisationstheater.Beim Improvisationstheater haben die Spielerinnen und Spieler die Möglichkeit, sich selbst Rollen auszusuchen, die ihnen gut liegen; die Schwierigkeit besteht darin, sich ständig auf wechselnde Situationen einzulassen, die von den anderen Spielern eingebracht werden. Beliebt ist z.B. die „STOP-AND-GO“Übung, bei der zwei Spie­ler anfangen eine Situation zu spielen, jemand „Stop“ ruft, woraufhin die beiden Spieler zu einem Standbild „gefrieren“. Der jenige, der „Stop“ gerufen hat, löst ei­nen der beiden Spieler ab und interpretiert die Situation völlig neu, worauf sich sein Partner einlassen muss. Auch hier wird der Schwierigkeitsgrad der Übungen lang­sam gesteigert; außerdem wechseln sich eher aktionsreiche mit eher sprechorien­tierten Übungen, in denen verschiedene Talk-Shows gezeigt werden: Beliebt sind das Erfinderinterview und „Stimmen aus der Gruft“. Abschluss des Improvi­sa­tions­theaters bietet das Projekt „Schillerstraße“.Mittlerweile verfügen die Schülerinnen und Schüler über genügend Ausdrucks­mög­lichkeiten, um auch vorgeschrieben Rollen zu übernehmen. Es werden kurze Sze­nen mit festen Rollen eingeübt, wobei die Auswahl der Szenen den Kleingruppen überlassen bleibt. Man kann z.B. eine Filmszene nachspielen, einen Sketsch auf­führen, ein Märchen verfremden und aufführen, selbst einen Dialog im Anschluss an eine Vorlage schreiben und umsetzten… hier sind der Kreativität wenig Grenzen gesetzt.Am Konzept für STP in der GE 13 wird noch gearbeitet; insgesamt wird es darum ge­hen, die bisher erworbenen Kompetenzen weiter auszubauen, ein bisschen The­o­rie mit einfließen zu lassen, weitere Arten des Theaters kennen und umsetzen zu lernen sowie selbst zu schreiben.Die bisherigen Kurse geben jeweils an dem Informationssamstag im Februar Kost­proben ihres Könnens. Falls ihr Fragen habt, meldet euch gerne bei mir; ansonsten erst mal viele Grüße!(Christine Höppner 2011-01-26)

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