Tischler Oberstufe

Das war ein hartes Stück Arbeit

Eine speziell auf die Tischler zugeschnittene neue Lernsituation fand im ersten Block der aktuellen Oberstufe ihren erfolgreichen Abschluss. Zu fertigen war eine Werkzeugkiste aus Hartholz und Plattenwerkstoffen. Diese Aufgabenstellung war sehr komplex und benötigte daher zwei Blöcke. Die eigentliche Aufgabe bestand darin im Team (je zwei Schüler) eine Werkzeugkiste nach Vorlagezeichnung zu bauen.

Eine Voraussetzung für das Gelingen lag insbesondere darin, immer wieder Absprachen mit dem Teammitglied zur Fertigung zu vereinbaren, diese Absprachen einzuhalten, ohne den Gesamtüberblick zu verlieren. Nicht zu vergessen war natürlich auch die Schwierigkeit die geforderten Verbindungen und auch Bauteile nach Zeichnungsvorlage zu fertigen.

Hierbei gab es Arbeiten, die jeder Einzelne zu erledigen hatte, aber genauso mussten auch Verbindungen und Aufgaben gemeinsam gefertigt bzw. gelöst werden.
Der untere Teil der Werkzeugkiste wurde mit klassischen Verbindungen versehen, die das handwerkliche Geschick der zukünftigen Tischlergesellen gefordert hat. Auch ein flexibel einsetzbares Ordnungssystem war handwerklich zu fertigen. Jedoch waren auch Maschinenarbeiten wie das Falzen oder auch anspruchsvollere Arbeiten wie das Anlaufringfräsen (Handgriff) an der Tischfräsmaschine Teil dieser Aufgabe. Ein weiterer Schwerpunkt lag auch in der Erstellung eines CNC-Programms zur Fertigung der Griffseiten. Diese Aufgabe wurde im Rahmen der Datenverarbeitung besprochen und gelöst. Auch die maschinelle Fertigung der Griffseiten an der CNC-Maschine war von den Schülern durchzuführen.


Im zweiten Block kam dann das Oberteil der Werkzeugkiste hinzu. Erst Sie macht die Werkzeugkiste komplett. Somit wird die Werkzeugkiste zu einem wertvollen täglich nutzbaren Gebrauchsgegenstand.Die halb maschinell (Tischfräse) und halb handwerklich hergestellte Fingerzinkung forderte hier die Aufmerksamkeit und das Können der Schüler.

Vor und nach dem Verleimen wurden dann Oberflächenarbeiten von Hand und an der Kantenschleifmaschine und an der Bandschleifmaschine durchgeführt. Kurz noch fachgerecht der Boden verschraubt und den Schiebedeckel verleimt das Ziel der Fertigstellung ist erreicht.

Insgesamt gesehen betrachte ich diese gemeinsame Arbeit für als Erfolg auch für mich als Werkstattlehrer aber insbesondere für meine Schüler. Das zeigen wie ich finde auch die Bilder und die zufriedenen Gesichter auf einigen der Fotos, die während der Fertigung entstanden sind. Die Schüler wurden angemessen gefordert und hatten auch Spaß bei der Arbeit. Sie erfuhren einen nicht unerheblichen Kompetenzzuwachs durch die anspruchsvolle Aufgabenstellung, die sie sicherlich handwerklich weiterbringen wird. Ich finde das sollten wir wiederholen.

(Bröcker, 23.11.2013)

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