Gemeinsam an die Arbeit

Der Projekttag der Landwirte

Am Freitag, dem 18.10.2013, war es wieder einmal so weit: Projekttag am BKB. Das galt auch für die Auszubildenden zum/zur Landwirt/in, in diesem Falle aber nur für die Schüler der ALU 2, deren regulärer Berufsschultag eben der Freitag ist. Das Projekt, das es durchzuführen galt, stand unter der Bezeichnung „Lernort-Kooperation“. Dazu hatte ein Schüler der ALU2 seinen Ausbildungsbetrieb zur Verfügung gestellt, die Grunewald-Olbing GbR in Raesfeld-Erle.

Hier trafen sich die Schüler um 08.00 Uhr mit ihren Lehrern Herrn Rüther und Herrn Gäbel zum gemeinsamen Arbeiten. Zu Beginn führte der Betriebsleiter Herr Olbing (selbst Schüler am BKB in den 80er Jahren gewesen, damals noch Standort Rhede) die Gruppe in anderthalb Stunden durch seinen Betrieb und erläuterte den Auszubildenden dessen besondere Schwerpunkte, vor allem die Milchviehhaltung.

Danach teilte sich die Gruppe auf: die eine Hälfte ging mit Herrn Rüther auf ein abgeerntetes Maisfeld und beschäftigte sich dort mit „Bodenkunde“, die andere Hälfte begab sich mit Herrn Olbing und Herrn Gäbel in die Milchviehställe. Herr Rüther ließ einen Schüler am Rande des Maisfeldes den Boden aufgraben, und die Schüler untersuchten dort die vorhandene Bodenverdichtung. Diese wurde dann mit einem Punkteschema bewertet. Danach bestimmten die Schüler die Bodenart sowie den pH-Wert des Bodens.

Die Milchvieh-Gruppe erfuhr praktisch Wichtiges über die Haltung im Boxenlaufstall, die Melktechnik, die Aufstallung von Kälbern (in Außenhütten, die der Betriebsleiter selbst aus Holz gebaut hatte), die passende Tränketechnik (insbesondere die Notwendigkeit einer möglichst frühen Biestmilchaufnahme), die sich anschließende Gruppenhaltung der Kälber für eine tierschutzgerechte Aufzucht, die Länge der Tränkeperiode (10 – 12 Wochen ab Geburt), die Notwendigkeit der frühen Aufnahme festen Beifutters für eine rasche Pansenentwicklung sowie die erste Belegung mit ca. 15 und die erste Abkalbung mit ca. 24 Monaten.

Im weiteren Verlauf mussten die Auszubildenden drei Kühe des Betriebes auf ihre äußere Erscheinung („Exterieur“) hin beurteilen und erkannten hierbei die besondere Bedeutung von Fundament und Rückenlinie.

Anschließend ging es zu den Futtersilos des Betriebes. Hier analysierten die Schüler die Menge und die Qualität der auf dem Betrieb eingesetzten Futtermittel (Silomais,

Grassilage, Luzerneheu und Maismehl). Zum Schluss beurteilte die Gruppe die Effektivität bzw. die praktische Bedeutung des durchgeführten Projektes anhand eines Kreisdiagrammes mit verschiedenen Abschnitten (Erwartungen an das Thema, Praxisbezug, Stimmung…). Nach einhellig positiver Resonanz sowie der Überreichung eines kleinen Präsentes durch den Klassensprecher an den Betriebsleiter endete das Projekt.

(Gäbel, 2013)

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