Englischsprachigen Theatergruppe „theatre@school“ am Berufskolleg Borken

Englischunterricht mal anders

theatre@schoolAm Dienstag, 02.06.2015 gastierte die englischsprachige Theatergruppe „theatre@school“ mit ihrem Stück „Crazy World“ am Berufskolleg Borken. 143 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe sowie der Höheren Handelsschule besuchten die Vorstellung .Die englischsprachige Theatergruppe mit Sitz in Krefeld war zum ersten Mal zu Gast am Berufskolleg, und da die Vorstellung bei allen gut ankam, waren sie wohl nicht zum letzten Mal hier.
Das Thema sowie der Schauplatz des Stücks „Crazy World“ waren nicht neu, doch die Umsetzung eines 5- Personen -Stücks mit nur zwei muttersprachlichen Schauspielern (Llinois Lewis und David Portman) war für alle überraschend. Drei Personen befinden sich in einer psychiatrischen Klinik und werden aufgrund verschiedener Verhaltensauffälligkeiten behandelt. Doch auch der Pfleger sowie der Arzt Dr.Steve sind mit ihrem Leben nicht im Reinen und zeigen Verhaltensauffälligkeiten. Da ist es nicht überraschend, dass oft nicht klar ist, wer eigentlich „normal“ bzw. „verrückt“ ist. Das Ende des Stücks war für viele Schülerinnen und Schüler überraschend: Der Arzt selber muss sich in psychiatrische Behandlung begeben. Es bleibt für alle die Frage: Was ist verrückt, was ist normal und was macht das Leben aus?
Besonders gut gefiel den Zuschauern, „die überzeugende Darstellung der Schauspieler“, „die eingebrachte Musik“, „die gute Verständlichkeit des Englischen“ sowie „das Einbeziehen der Zuschauer“. Besonders gut gefallen hat allen auch die anschließende Fragerunde, bei der alle die Möglichkeit hatten, vielfältige Fragen zu stellen. Diese Fragen bezogen sich weniger auf das Stück, vielmehr hatten die Zuschauer Fragen zum persönlichen Hintergrund der Zuschauer und ob, sie ihren Aufenthalt in Deutschland genießen. So wurde z.B. gefragt, ob beide ihren Traumberuf gefunden haben, wohl wissend, dass man mit diesem Beruf nicht unbedingt reich wird. Dies bejahten beide und sagten voller Überzeugend, wie wichtig es sei, etwas zu tun, was einem Spaß macht. Beide haben schon als Kinder Kontakt zum Theater gehabt. Linos Lewis sei viel mit ihren Eltern ins Theater gegangen, während David von seiner Mutter zum Ballett geschickt worden sei. Falls sie mal keine Anstellung haben, halten sie sich mit anderen Jobs über Wasser, doch dies sei noch nicht so oft vorgekommen.

theatre@school
Beide genießen ihren Aufenthalt in Deutschland, v.a. finden sie es schön, vor Schülerinnen und Schülern zu spielen. Dies sei eine besondere Herausforderung. Sie mögen Deutschland, das Essen hier sowie das deutsche Bier. Frau Lewis sagt, das Leben in Deutschland sei so langsam wie in Wales, nur die Sprache sei anders. Leider spreche sie die Sprache nicht. Herr Portman kann hingegen etwas Deutsch.
Für die Vorbereitung hatten sie nur einige Wochen Zeit. Die Texte bekamen sie im Januar und im März begannen die Proben bevor im Mai ihre Auftritte begannen. Ihr Repertoire besteht aus drei verschiedenen Stücken, die unterschiedliche Altersgruppen ansprechen. Von Krefeld aus bereisen sie Schulen in ganz Deutschland. Nach Borken stehen dann Hamburg und Berlin auf dem Programm.
Die Schülerinnen und Schüler bekamen ein authentisches, actionreiches, gut verständliches Theaterstück geboten und haben so feststellen können, wie gut ihre Englischkenntnisse bereits sind. Bei der Frage, wie viel des Stücks sie verstanden hätten, waren sie sich alle einig: 75%. Der Besuch eines englischsprachigen Theaterstücks war eine gute Gelegenheit mit der Fremdsprache in Kontakt zu kommen, sich darauf einzulassen und zu sehen, wie gut ihre Kenntnisse bereits sind.
Englischunterricht mal anders, dies war für alle ein treffendes Motto.

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