Ökumenischer Gottesdienst

Friede ist möglich!

Mit dem symbolischen Entzünden einer Kerze als Zeichen der Friedfertigkeit und einer Gedenkminute für die Opfer des Krieges bekräftigten mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer des Berufskollegs Borken sowie Borkener Bürgerinnen und Bürger, die sich dem ökumenischen Gottesdienst angeschlossen hatten, ihre Hoffnung auf einen baldigen Frieden im Irak. Über 30 Klassen waren dem Angebot von Schülervertretung, Lehrerrat und Schulleitung gefolgt und hatten sich am Dienstagmorgen in der St. Josefs-Kirche versammelt, um durch diesen Gottesdienst ihre Anteilnahme mit den Opfern des Irak-Krieges zu bekunden. Pfarrer Nikolaus Ottmann, Religionslehrer am Berufskolleg, machte die Botschaft der Bergpredigt zum Mittelpunkt des Gottesdienstes: „Selig, die keine Gewalt anwenden; selig, die Frieden stiften und ihre Feinde lieben!“ Zusammen mit seinen Religionslehrerkollegen betete er mit den Anwesenden darum, dass Gott den Gedanken des Friedens in das Herz des Diktators Saddam Hussein und in die Herzen der gegen ihn stehenden Staatsmänner legen möge, damit der Irak-Krieg zum Wohle der Menschen ein möglichst schnelles Ende finde. In ihren Fürbitten betonten Schüler und Lehrer, dass Frieden grundsätzlich immer möglich sei, man dürfe sich nur nicht entmutigen lassen, sondern müsse an seinen Träumen festhalten, sagen, was einem nicht passe und tun, was man könne, um den Frieden zu realisieren. Denn nach dem zweiten Vatikanischen Konzil entspringe Frieden nicht dem Machtgebot eines Starken, sondern sei eigentlich als ein „Werk der Gerechtigkeit“ zu verstehen. Der Gottesdienst machte allen Teilnehmern deutlich, dass Frieden durch Toleranz und Dialog geschaffen wird. Er beginnt mitten unter uns, im Klassenzimmer einer Schule ebenso wie in der Nachbarschaft oder der Gemeinde.(BD 2003-03-25)

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