„Schneidige“ Angelegenheit

Friseur-Innung Borken schneidet 50 Flüchtlingen die Haare (kurz)

Friseure BKBRotes Kreuz im Kreis Borken richtet Pendelverkehr von Unterkünften zum Berufskolleg Borken ein

Borken, 9. November 2015

Borken/Kreis Borken (drk-press). Eine buchstäblich „schneidige“ Aktion, die ankam: 50 Flüchtlingen aus dem Kreis Borken sind im Berufskolleg in Borken die Haare geschnitten worden. „Wir wollten etwas Gutes tun, sind mit dem Roten Kreuz im Kreis Borken in Kontakt getreten und meinten, unsere Idee sei eine gute Sache.“ Yvonne Honerbom, Obermeisterin der Friseur-Innung Borken, war mit allen Beteiligten hochzufrieden.

Und mit ihr die Menschen, die vornehmlich in Syrien und dem Libanon beheimatet waren. Sie hatten richtig Spaß, als acht Auszubildende zu Schere und Kamm und bei einigen zu Shampoo und Fön griffen. Richtig schmucke, moderne Frisuren wurden den Neuankömmlingen unter Leitung von Heidi Neumann aufs Haupt gezaubert: an den Kopfseiten meist richtig kurz, oben etwas länger – und damit richtig trendig.

Die Auszubildenden wurden von fünf gelernten Friseurinnen unterstützt: Ashorina Boulet, Anita Parketny, Marion Berger, Heidi Neumann und Yvonne Honerbom.

Friseurmeisterin Heidi Neumann betreut zwei Stufen am Berufskolleg in Borken an der Josefstraße. Auch Schulleiter Oberstudiendirektor Josef Brinkhaus ließ es sich nicht nehmen vorbeizuschauen, den Azubis eine weiterhin gute Lehrzeit zu wünschen und den Neuankömmlingen alles Gute für ihre Zeit im Westmünsterland.

DRK und Berufskolleg Borken

Schnittige Frisuren: Acht Auszubildende im Friseurhandwerk schnitten im Berufskolleg in Borken Flüchtlingen die Haare.

 

Mit Kleinbussen hatte das Rote Kreuz im Kreis Borken unter Leitung von Jürgen Rave, Geschäftsbereichsleiter Nationale Hilfsgesellschaft, die Menschen aus ihren Notunterkünften zum Berufskolleg gebracht. Patricia Stenert, Assistenz Öffentlichkeitsarbeit, pflichtete ihrem Kollegen bei: „Das war eine gelungene Aktion“ – und ein bisschen Werbung in eigener Sache, unterstrich Obermeisterin Yvonne Honerbom. 43 Friseurbetriebe gehören zur Innung in Borken. Praktisch alle haben Nachwuchssorgen. Honerbom: „Es ist schwer, Auszubildende zu finden. Das ist ja kein Geheimnis. Umso schöner ist es, dass wir hier so einfach und effektiv helfen konnten. Das haben wir gerne getan.“

DRK BorkenDRK Borken

www.DRKBorken.de

Fotos: DRK / and

Comments are closed.