„Syrischen Flüchtlingen helfen - ein Gebot der christlichen Nächstenliebe?“

HBFGU2 im Gespräch mit Syrerin

Hilfe für FlüchtlingeIm Rahmen der Unterrichtsreihe „Syrischen Flüchtlingen helfen – ein Gebot der christlichen Nächstenliebe?“ konnte Frau Lösing-Fraune für den Religionsunterricht eine Syrierin gewinnen, die seit vier Jahren in Deutschland lebt. Die angehende Sozialarbeiterin, Evelyn Tschiri, stellte sich den Fragen der HBFGU2. Zu Beginn stellte sie der HBFGU2 die verschiedenen Bürgerkriegsgruppen vor, die gegen das Assad-Regime kämpfen sowie ihre religiösen und politischen Motive. Die Schülerinnen und Schüler der HBFGU2 waren überrascht, aus erster Hand zu erfahren, wie kompliziert die meist religiös motivierten politischen Konflikte in Syrien sind.

Auf die Frage, was Frau Tschiri an der Flüchtlingspolitik in Deutschland besonders gelungen findet, stellt sie die deutsche Willkommenskultur heraus. Sie betonte darüber hinaus, dass ihr die Meinungsfreiheit in Deutschland besonders viel bedeute sowie der hohe Standard in der medizinischen und gesamtgesellschaftlichen Versorgung. Sie meint: „Wir müssen sehr dankbar sein, hier leben zu dürfen.“

Im Besonderen interessierten sich die Schüler und Schülerin der HBFGU2 für die Frage,was man fürdie Flüchtlinge tun müsse, damit sie schnell integriert werden. Dazu meinte Frau Tschiri, dass der eigene Wille zur Integration sehr bedeutsam sei und dabei das Erlernen der deutschen Sprache eine absolute Priorität haben müsse. Frau Tschiri selbst lehnt die Haltung mancher Flüchtlinge ab, die nur in Deutschland sein wollen, weil sie hier in Frieden leben können und zu Essen und eine Unterkunft für sich in Anspruch nehmen können.

Frau Tchiri

Mit ihrem beruflichen Ziel als Sozialarbeiterin verfolgt Frau Tschiri das Anliegen, nach dem Studium in der Flüchtlingsarbeit tätig werden zu wollen und Flüchtlingen die Hilfe angedeihen zu lassen, die sie selbst erfahren hat durch eine Integrationsbeauftragte, als sie vor vier Jahren als politisch Verfolgte nach Deutschland kam.

Für die HBFGU2 war der Besuch sicher in mehrfacher Hinsicht ein spannender Austausch, zumal verschiedene Schüler/-innen in dieser Klasse das gleiche Berufsziel der Sozialarbeit verfolgen.

Hilfe für Flüchtlinge

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