Im Toten Winkel des Rechtsbasars

Klassenfahrt der SteuerleuteZiel der Exkursion am 10.12.2014 war für die aktuelle Unterstufe der Steuerfachangestellten und ihren Klassenlehrer Herrn Wesseln das Finanzgericht Münster. Nach – teilweise abenteuerlicher – Anfahrt in Kleingruppen erlebten die Schülerinnen und Schüler an zwei verschiedenen Fällen hautnah die Arbeit des Finanzgerichtes. Unter Vorsitz von drei Berufsrichtern und zwei ehrenamtlichen Richtern wurde über Klagen gegen Bescheide des Finanzamtes verhandelt. Hilfreich war hierbei die kurze Zusammenfassung des Sachverhalts durch den jeweils vorsitzenden Richter. Anschließend wurden wechselseitig von Klägern, Finanzamt (vertreten durch den jeweiligen Sachbearbeiter) und Richtern Argumente und Gegenargumente vorgebracht, die zur Urteilsfindung dienen sollten.

Gruppenbild

Zusätzlich wurde in einem Fall ein Sachverständiger befragt. Auf die Anhörung eines Zeugen musste jedoch verzichtet werden, da dieser trotz Ladung nicht erschien – ein Problem mit dem Matlock nie zu kämpfen hatte. Abschließend erlebten die Schülerinnen und Schüler, dass auch vor Gericht „geschachert wird wie auf dem Basar“, als sich alle Beteiligten bezüglich der Höhe eines anzurechnenden Betrages gütlich in der Mitte trafen.

 

Nach den Verhandlungen nahmen sich die Richter noch gerne Zeit, Fragen zu beantworten. Hierbei erfuhr die WSU, dass die Berufsrichter bereits in Vorterminen mit Klägern und Finanzamt den Sachverhalt ergründen und ein Verfahren evtl. schon vor der Verhandlung abwenden können. Auch auf das Urteil der ehrenamtlichen Richter wird großer Wert gelegt, weil diese zum einen wertvolle Erfahrungen aus dem Wirtschaftsleben mit einbringen und zum anderen als Korrektiv für die Berufsrichter dienen, da den Nicht-Juristen die juristisch korrekten Entscheidungen verständlich gemacht werden müssen.

 

Ausklingen ließ man die Exkursion – nach längerer Parkplatzsuche – bei gemütlichem Zusammensein in der Nähe des Domes.

 

Fazit: „Prädikat Wiederholenswert“

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