Auf der Reeperbahn nachts um halb eins… war von unseren Mädeln wohl kein's

Klassenfahrt der HHO2, 3 und 4 nach Hamburg vom 15.-18. März 2016

BKB in HamburgHotel, Essen, Programm und Wetter gut – Ausgehzeiten zu kurz. So das Fazit der Höha-Schülerinnen und Schüler nach der Hamburgfahrt. Die Hansestadt zeigte sich von ihrer Schokoladenseite. Ein Kommentar zur Klassenfahrt der HHO2, 3 und 4 nach Hamburg, begleitet von Frau Kantlehner, Frau Weilinghoff, Herrn Yilmaz und Frau Brandt. Während wir bei diesigem Wetter eincheckten, empfing uns nach kurzer U-Bahn-Fahrt strahlender Sonnenschein, der den ersten Streifzug durch die Stadt und alle weiteren Aktionen begleitete. Nach einem leckeren Abendessen gab es bis 23:30 Uhr die Chance, den Großstadt-Dschungel auf eigene Faust zu erkunden. Zum Zapfenstreich lagen die Herren und Damen dann – oft mit erstaunlich aufwändigem Make-up – in ihren Betten. Nur einige Gestalten geisterten später noch auf der verzweifelten Suche nach Toilettenpapier im Foyer des Hotels herum. Ihnen konnte geholfen werden.

BKB in Hamburg

Der erste Programmpunkt am Mittwochmorgen war eine kurzweilige dreistündige Stadtrundfahrt. Bemerkenswert erschien vielen schon die Stadtführerin selbst, die mit tiefer Reibeisenstimme euphorisch die Sehenswürdigkeiten der Metropole und die Fahrkünste unseres Busfahrers Sebo anpries. Wagemutig schleuste er uns durch die engsten Gassen von St. Pauli. Wir erfuhren, dass in der Speicherstadt heute vor allem Orientteppiche gelagert werden. Der größte Rundteppich der Welt gelangte sicher von dort in die blaue Moschee (s.u.). Nach Amsterdam ist der Hamburger Hafen der zweitgrößte Umschlagplatz von Kakao, der früher in einem Speicher gelagert wurde, welcher heute den unteren Teil des neuen Hamburger Wahrzeichens bildet – die Rede ist von der Elbphilharmonie.

Unweit der Elbphilharmonie genossen wir einen phantastischen Panoramablick auf die Elbe mit vielen Schiffsanlegern und den Musicalhäusern, in denen „König der Löwen“ und „Wunder von Bern“ zu sehen sind. Weiter ging es zur Außenalster mit zahlreichen Villen und den berühmten Alsterschwänen, die gerade erst aus ihrem Winterquartier entlassen wurden. Hier gab es erneut eine „Schöne Aussicht“ – so der Name der Allee, an der wir überraschend die beeindruckende, blaue Imam-Ali-Moschee besuchen konnten. Sie wurde bereits 1965 eröffnet, ist die viertälteste Moschee Deutschlands und eines der größten islamischen Zentren Europas.

Einige Zahlen bleiben in Erinnerung: Hamburg durchmisst in jede Richtung 40 km, mit 43.000 Millionären hat die Stadt die größte Millionärsdichte Europas, ein unbescheidenes Eigenheim an der Alter kostet schon mal schlappe 18 Millionen Euro, die Elbphilharmonie 865 Mio. Euro (vor zehn Jahren sollte sie „nur“ 168 Mio. Euro kosten). Diese Zahlen und Fakten, liebe Schülerinnen und Schüler, sind natürlich Inhalt des nächsten Tests…

Nach diesen optischen Genüssen ging es weiter zu „Peter Pane“, wo es für alle – selbstverständlich – Hamburger gab. Auf der Karte fanden sich neben klassischen Hamburgern auch vegetarische und vegane Burger, die von den Gourmets und Gourmands gutiert wurden. So gestärkt wurde Hamburg erneut per pedes oder U-Bahn erobert.

BKB in Hamburg

Am Donnerstag versüßten wir uns den Vormittag im „Chocoversum“, wo es nicht nur viel Wissenswertes über Kakaoproduktion und -vertrieb gab, sondern Geschmacksproben von der frisch geernteten Kakaobohne bis zum edlen Endprodukt – frei nach dem Motto: Lernen mit allen Sinnen. Und entsprechend einem handlungs- und produktionsorientierten Unterricht musste jede Schülerin und jeder Schüler seine eigene Schokoladentafel kreieren, z. B. mit Kokosraspeln, Krokant, Cranberries oder Gummibärchen. Während HHO2 und 4 zur Vertiefung ihrer Hamburgkenntnisse an einer „chilligen“ Hafenrundfahrt teilnahmen, erlebte die HHO3 die Stadtgeschichte Hamburgs aus finsterer Perspektive, im Dungeon, wo – Gerüchten zufolge – bei dem Kapitel „die Pest“ einigen Schülern etwas flau im Magen wurde.

Die letzten Stunden in Hamburg wurden mit einem alkoholfreien (!) Cocktail an der Hotelbar eingeleitet. Jetzt konnte man schnell noch die Stationen anlaufen, die in Hamburg besonders reizvoll erschienen – Hafen, City, Rotlichtviertel oder Deichmann  – und so das letzte Geld verprassen. Offizieller Schluss dieses Abends war um Mitternacht. Zur Geisterstunde machten gelegentlich Schlafwandler den Versuch, durch die Gänge zu spuken, während das Aufsichtspersonal den Herumgeisternden mit freundlichen Zurufen und Winken („Hallo Ti-him“) gerne den Weg zum eigenen Zimmer wies.

Passend zur Rückfahrt setzte der westfälische Nieselregen wieder ein. Zufrieden ließen sich alle von „Sebo“ in den Schlaf bzw. nach Hause schaukeln. Wegen der entsprechend lässigen Outfits an diesem Morgen verzichteten die SchülerInnen auf ein Gruppen-Foto.

BKB in Hamburg

Neben den vielen Attraktionen Hamburg werden uns – hoffentlich – auch schöne persönliche Erlebnisse in Erinnerung bleiben.

(Bt)

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