Wenn man sein Land kennen lernen will, muss man auf Reisen gehen.

Manche reisen kurze Distanzen, manche lange.

Wir zum Beispiel sind bis Taiwan gereist. Wir das sind, Jan Südfels (als Schülersprecher – GW 13 B) und sein Klassenlehrer Roland Frohmann (als Lehrervertreter). Stopp Nummer 1 für uns war das internationale Jugendforum „Dreams of the Future – Shows the Creativity“. Zuerst wurden wir dort auf einen offiziellen Empfang vom Bürgermeister von New Taipei City begrüßt, bevor Vertreter aus Finnland, England, Japan, Taiwan und eben aus Deutschland Projekte von internationaler Relevanz vorgestellt haben und mit einander Kontakte knüpfen konnten. Zum Abschluss des Kongresses fand dann eine Reflektion und Podiumsdiskussion unter Beteiligung des Bildungsministeriums und der Schulleiter der taiwanesischen Berufsschulen statt.

Dieses Symposium diente uns im Verlauf der folgenden Wochen als Grundlage zum Knüpfen von weitern Kontakten mit den dort ansässigen Berufsschulen, die alle im weiterem Verlauf besucht wurden und sich als tolle Gastgeber erwiesen haben.

In der ersten Woche waren wir an der TSVS (New Taipei Municipal Tamsui Vocational High School), einer Berufsschule, welche einen Ausbildungsgang für Hotelfachleute hatte, wo wir in einem Lernhotel untergebracht waren. Dieses Hotel wurde komplett durch Schüler und Lehrkräfte betrieben – Das hat uns tief beeindruckt.

In Woche zwei hatten die Schüler dann die Möglichkeit das Land noch von einer anderen Seite kennen zu lernen, Sie wurden in Gastfamilien untergebracht. Dies gab ihnen die Gelegenheit gute Kontakte zu gleichaltrigen zu knüpfen.

In dieser Zeit nahmen die Lehrer noch ein Symposium über internationale berufliche Bildung teil, welches von dem taiwanesischen Bildungsministerium veranstaltet wurde. Gleichzeitig gingen die Schüler zusammen mit ihren Gastgebern in deren Schulen und hatten die Chance einen typischen taiwanesischen Schulalltag mit zu erleben.

Zum Abschluss der zwei Wochen ging dann jedes Land geschlossen an eine  Schule, an der ihnen dann noch einmal ein Querschnitt der dort unterrichteten Fächer gezeigt wurde. Die Deutsche Gruppe war dort an der Tai Shan Senior High-School, wo Sie unter anderem mit der Taekwondo-Mannschaft der Schule trainieren durften, in einem Computerkurs an CNC-Maschinen Schlüsselanhänger produzierten und von ausgebildeten Kaligrafielehrern ein paar Worte auf Mandarin lernten.

Was uns in Taiwan aufgefallen ist:

  • Taiwanesen versorgen ihre Gäste sehr gut – Es gibt eigentlich ständig was zu Essen
  • Taiwanesen sind sehr freundlich und vor allen sehr offen und sie machen viel mehr Fotos als Europäer – Wir haben noch nie so viele Fotos von uns gemacht – Keiner von uns ist unter 5.000 Fotos nach Hause gekommen
  • Taiwanesen sind gerne pünktlich – „Wenn man um 8 Uhr abgeholt werden soll, ist der Fahrer um viertel vor Acht da und sehr nervös, warum noch nicht alle bereit stehen.
  • Taiwanesen feiern gern und viel

Wenn du etwas über dein Land lerne willst, musst du auf Reisen gehen. Wir haben in unserer Zeit in Taiwan gesehen, wie sich Deutsche und Taiwanesen in vielen Sachen ähneln. Wir haben aber auch gesehen, wie in anderen Teilen der Welt Dinge anders gehandhabt werden.

10 Tage haben gereicht, um uns zu Taiwanfans werden zulassen – In diesem Sinne, GAMBEI (oder wie auch immer man das schreibt… )

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