Projekt

Mobilität auf dem Land

Wer vom eigenen Wagen auf ein e-bike umsteigt, weil die Ausbildungsstelle nur 7 km entfernt ist und man nach Feierabend und am Wochenende den Zweitwagen der Eltern nutzen kann, spart im Jahr bis zu 2.200 Euro. Hier sind bereits die Kosten für den Bus bei Schlechtwetter eingerechnet. Man könnte sogar 37 mal im Jahr ein Taxi nehmen und hätte immer noch 1.700 Euro gespart. Dies ist eines der Ergebnisse, die die Schülerinnen und Schüler der HHO3 und HHO4 im Projekt „Mobilität auf dem Land: Funktionieren E-Bike und öffentliche Verkehrsmittel als Alternative zum Pkw und rechnet sich das?“ erarbeitet haben. Beim Wettbewerb „Wir haben Energie! Ideen. Unterricht. Innovationen.“ haben Tobias Dings, Marvin Kraft und Justin Krüger diese und weitere Inhalte der Schulministerin Sylvia Löhrmann in der NRW-Bank in Düsseldorf präsentiert. Sie hat die Schüler ausdrücklich für ihre interessanten Erläuterungen gelobt.

Das Lob haben die drei Schüler stellvertretend für viele weitere Beteiligte erhalten: Auszubildende aus den Berufsgruppen Maurer, Fliesenleger, Groß- und Außenhändler und Steuerfachangestellte waren bereit, sich ausführlich zu ihren Mobilitätsanforderungen und –gewohnheiten befragen zu lassen. Die Auszubildenden zur Automobilkauffrau / zum Automobilkauffrau aus der Unterstufe haben in ihren Ausbildungsbetrieben die Daten von 11 verschiedenen Kleinwagen ermittelt. Unter anderem haben sie die Kosten für Winterreifen und Inspektionen sowie den Kraftstoffverbrauch zusammen getragen. Das Zweirad-Center Bergmann hat Probefahrten mit e-bikes ermöglicht und die Berater haben viele Infos zu den e-bikes, die eigentlich pedelecs heißen, interessant und spannend vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler der HHO3 und der HHO4 haben all diese Infos zusammengestellt, in Excel aufbereitet und beispielhafte Mobilitätsgeschichten entwickelt.

Eines ist klar geworden: Es bringt eine Menge, sich genau zu überlegen, wie man die Wege zur Ausbildungsstelle und in der Freizeit zurücklegen kann. Beispielsweise kostet die Vollkaskoversicherung für das günstigste Auto (Renault Twingo, 75 PS) 817 Euro und für das teuerste Auto (Golf V Diesel, 140 PS) 1.716 Euro im Jahr.

Wie sollen die Ergebnisse möglichst vielen zugänglich gemacht werden? Die Präsentationsplakate werden im Forum ausgestellt und parallel dazu werden aus den Infos Excel-Aufgaben für den EDV-Unterricht erarbeitet.

(Peulen, März 2014)

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