Fashion Fairday

Muss ein gerecht produziertes T-Shirt teuer sein?

Fashion FairdayNein, nicht zwingend! 10,00 Euro für ein Standard-T-Shirt würden reichen, um alle Arbeiter in der Produktionskette fair zu bezahlen und Gewinn zu erzielen. Dafür, dass die Textilunternehmen sich gerecht und verantwortlich gegenüber ihren Arbeiterinnen verhalten, setzen sich viele Schüler vom Berufskolleg Borken anlässlich der Fairen Woche und zum Fashion Fairday am 30. September ein. Der Lohnanteil für die Näherinnen in Bangladesch beträgt nur 0,18 Euro pro T-Shirt, sogar dann wenn sie ein Marken-T-Shirt für 29,00 Euro Verkaufspreis nähen. Im Monat sind das ca. 36,00 Euro Einkommen, für das die Frauen 10 – 12 Stunden am Tag unter schlimmsten Bedingungen arbeiten. Und weil man selbst in Bangladesch mindestens 65,00 Euro im Monat zum Leben braucht, hungern die Näherinnen und müssen auf weniger als 2 qm in erbärmlichen Hütten wohnen und schlafen. Für das Existenzminimum müssten pro T-Shirt also ca. 0,40 Euro Lohnanteil bezahlt werden.

Fashion Fairday

Wenn man überlegt, dass h & m bei einem T-Shirt für 4,95 Euro noch einen Gewinn von 0,60 Euro erzielt, dann reicht ein Verkaufspreis von 10,00 Euro aus, um alle Beteiligten der Produktionskette gerecht zu bezahlen und einen Gewinn für h & m zu gewährleisten.

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Gegen diese Ungerechtigkeit wollten Klassen aus dem Einzelhandel, der Höheren Berufsfachschule für Gesundheit und der Höheren Handelsschule etwas tun. In den Pausen haben sie ihre Mitschüler informiert und sie für die Teilnahme an der Kampagne „Mein Lieblingsstück – Ich will es fair!“ von Fairtrade Deutschland motiviert. Dabei fordern die Schüler ihre jeweilige Lieblingsfirma direkt auf, Textilien fair zu produzieren. Im Rahmen der deutschlandweiten Kampagne erhalten viele Textilfirmen nun auch aus Borken Post mit der Aufforderung, unsere Kleidung zukünftig unter wirtschaftlich, sozial und gesundheitlich verantwortungsvollen Bedingungen herzustellen.

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