Theorie & Praxis

Projektarbeit – einmal nicht nur theoretisch

Im November 2017 hatte die GE11 im Deutschunterricht bei Frau Conrad ein integratives Projekt mit den zwei Flüchtlingsklassen unserer Schule gestartet, mit dem Ziel, die Deutschkenntnisse der Schülerinnen und Schüler der IFK1 und IFK2 zu verbessern sowie die generelle Integration mithilfe verschiedenster Aktivitäten zu unterstützen. Nach Aufteilung in unterschiedliche Gruppen, überlegten wir uns, wie wir Lernen mit Spaß verbinden könnten.

Schließlich einigten wir uns auf sieben Aktivitäten, mit der Zielsetzung etwas mit den Flüchtlingen zusammen zu machen: Es gab zwei Kochgruppen sowie eine Backgruppe, denn zusammen Kochen und Backen fördert die Interaktion miteinander, es wurde gemeinsam eingekauft und am Ende gab es immer etwas Leckeres zu essen. Als Mahlzeit gab es etwas in unseren Augen typisch Deutsches (Broccolisuppe) und etwas Orientalisches. Bisher hatten einige der Flüchtlinge noch nie ein typisch deutsches Gericht gesehen, geschweige denn gegessen, weil bei ihnen noch traditionell gekocht wird. So hatten auch sie mal die Möglichkeit unsere Ess-Kultur besser kennen und vielleicht auch lieben zu lernen.

Weiter gab es noch eine Sportgruppe, in der die größte Herausforderung war, trotz unterschiedlicher Sprachen die Übungen zu zeigen und durchzuführen.

Eine Modelliergruppe (für Handwerk begeisterte), die sich auch immer noch trifft und eine Hospitationsgruppe, die Schüler in den eigenen Unterricht mitgenommen hat sowie eine Begleitung am Berufsinformationstag mit anschließender Praktikumssuche und eine Zoo-Gruppe mit einer Ralley, um Tiernamen und mehr zu lernen, wo der Spaß natürlich im Vordergrund stand.

Rückblickend war das Flüchtlingsprojekt ein voller Erfolg, nicht nur weil die von den Schülern organisierten Projekte reibungslos und strukturiert abliefen, sondern weil die Schülerinnen und Schüler nach den Projekt weiterhin Kontakt mit den Flüchtlingen haben, sei es per WhatsApp-Gruppe oder auf dem Schulhof.

(S.Schäpertöns)

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