Tagesfahrt der WIO ins Stadtmuseum Münster

Schüler lernen einiges über die Geschichte Münsters

Freitag der 13. Dezember 2013! Ausgerechnet an diesem Tag machten sich 12 Schüler und ein Lehrer unseres Berufskollegs auf den Weg ins Stadtmuseum Münster. Doch dieser Tag war alles andere als mit Pech behaftet:  Nach einer ca. 1-stündigen Busfahrt und einem kurzen Fußmarsch erreichte man das Ziel schnell und ohne großen Zwischenfall. Und um es wie bei der letzten Tagesfahrt vorweg zu nehmen: Die Führung war wieder mehr als ihr Geld wert!

Nach kurzer Anmeldung nahm uns Frau Jaspers in Empfang. An einer Reihe von Stadtmodellen informierte sie uns hinreichend über die Geschichte sowie die Stadtentwicklung Münsters.

Im Folgenden erfahrt Ihr mehr über die Inhalte der Führung

Von Mimigernaford über Monasterium (=lat. Kloster) zu Münster

Alles begann im Jahr 793. n. Chr. Dort wo heute eine Großstadt boomt, standen damals nur einzelne kleine Höfe. Die Bewohner dieser Höfe waren Sachsen. Sie standen unter dem Einfluss Karl des Großen. Schließlich wurde an diesem Ort ein Kloster gegründet. Aus dem Kloster wurde im Jahr 805 ein Bistum.

In den folgenden 400 Jahren wechselte der Name der Stadt mehrfach. Dies ist auf die verschiedenen Herrscher-Epochen zurückzuführen.

Seit dem Jahr 1206 trägt die Stadt allerdings Ihren heutigen Namen. Das Stadtrecht wurde bereits im Jahr 1178 verliehen.

Zwischen dem 13. und 16. Jhd. wurde die Stadt durch eine damals sehr moderne Verteidigungslinie geschützt. Feinde hatten große Schwierigkeiten in die Stadt zu gelangen oder sie anzugreifen.Um das Jahr 1533 war Münster bereits eine Stadt von erheblicher Größe.Zwei Jahre später, nahmen nach 16-monatiger Belagerung, die so genannten „Täufer“ die Stadt ein. Alle Münsteraner Einwohner, die sich den Täufern nicht anschlossen, mussten die Stadt verlassen.

1588 übernahmen schließlich die Jesuiten Münster und gründeten eine Domschule. Münster wurde in dieser Zeit stark  katholisch reformiert. In dieser Zeit wuchs die Stadt flächenmäßig nochmal stark an.

Der 30-jährige Krieg

Im Jahr 1618 brach der große Europakrieg aus. Dieser ist besser bekannt als 30-jähriger Krieg. Die Stadt selbst war nie Kriegsschauplatz und blieb deshalb auch fast vollkommen verschont. 1643, nach 25 Jahren Krieg zwischen allen Völkern in Europa, begannen  die Friedensverhandlungen. Diese zogen sich über 5 Jahre hin und fanden in den Städten Münster und Osnabrück statt. Während der Friedensverhandlungen wurde die Stadt sehr reich, da viele hochrangige und reiche Leute in die Stadt kamen.

Aus den langen und zähen Verhandlungen wurde dann 1648 der Westfälische Friede. Dieser hielt rund 150 Jahre und beinhaltete ein damals sehr wichtiges Element: Nämlich die freie Konfessionswahl. Deshalb wuchs die Stadt einwohnermäßig  noch einmal stark an.

19. und 20. Jahrhundert

Im Jahre 1803 wurde die Stadt von den Preußen besetzt. Diese hatten leichtes Spiel, da  die Verteidigungsmauern nach dem 30-jährigen Krieg zurückgebaut wurden. Nach den Preußen wurde die Stadt durch keine andere Allianz mehr besetzt. 1816 wird Münster zur Provinzhauptstadt ernannt. Dies lag an der guten Infrastruktur der Stadt.

Anfang des 20. Jahrhunderts nahm das Stadtvolumen Münsters stark zu. Nach Inbetriebnahme des Bahnhofs und des Hafens kam auch die Industrie nach Münster. Hauptsächlich waren dies Textilunternehmen.

Vor allem ab 1943 bekam Münster den 2. Weltkrieg zu spüren. So  wurde es ab 1943 evakuiert, da alliierte Luftstreitkräfte vom Westen her ins Land drangen. Die Stadt musste insgesamt 112 Angriffe über sich ergehen lassen. Diese forderten insgesamt 1200 Tote und es wurden 680.000 (!) Bomben abgeworfen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Stadt rasch wieder aufgebaut. Bereits Ende der 1960-er Jahre standen die meisten Gebäude wieder. Diese wurden in der alten, traditionellen Bauweise wieder aufgebaut und sind heute noch in vielen Straßen zu sehen. Sie werden ihrer ursprünglichen Bestimmung nach weiter genutzt.

Nach der Führung

Nachdem sich die Klasse für die wirklich tolle Führung bedankte, wurde noch ein Klassenfoto geschossen und man hielt sich noch für rund eine Stunde in dem 3-stöckigen Museum auf, um jetzt, jeder Schüler für sich, das Museum zu erkunden.

Dabei stieß man auf eine Musikbox aus den 60-er Jahren, die  der Klasse einen Riesenspaß brachte. Zwei  Klassenkameraden ließen sich nicht zweimal bitten und funktionierten das Museum zum Dancefloor um.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem beliebten Restaurant wurde der Tag durch einen Besuch verschiedener Weihnachtsmärkte abgerundet.

 

Bericht von Max Hövelbrinks

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