Lebensnahe Lehrerfortbildung

Schweißkurs für Deutschlehrerinnen

SchweißkursSo war das auf einem Anschlag im Lehrerzimmer angekündigt. Na, sooo exklusiv war es dann aber doch nicht. Die An­kündigung richtet sich dann noch an … Deutschlehrer … und alle anderen Lehrerinnen und Lehrer.

Das Angebot fand sensationellen Zuspruch. Alle vier Termine waren ruck-zuck ausgebucht, so dass zwei weitere ange­boten werden mussten. Glücklich, wer sich seine Teilnahme sichern konnte!

So traf sich dann an sechs Nachmittagen in der Metallwerkstatt des Berufskollegs Borken die ganze High-Society der Allgemeinbildenden Lehrerinnen und Lehrer. Lehrkräfte für Deutsch, Englisch, Religion, Wirtschaft,… die Fachkräfte mit den zwei linken Händen. Zugegeben, Lehrer für technische Fächer waren auch da.

Tatendurstig, unternehmungslustig und aufgeschlossen für Neues haben sich die Teilnehmerinnen zuerst mit der nötigen Schutzbekleidung angetan. Jeder musste Arbeitsjacke, Lederhandschuhe und eine schwere Leder­schür­ze anziehen. Zum Schutz der Füße und Schuhe gab es eine Art Leder­gama­schen. Das alles braucht man beim Schweißen eben. Bevor es richtig los­ging, wurden die Teilnehmer in die wichtigsten Sicherheits­vor­schriften und -Verhaltensregeln eingewiesen. Kurz wurde außerdem erklärt, was Schweißen überhaupt bedeutet, wie es funktioniert und welche gängigen Sorten des Schweißens es gibt.

Zum Zugreifen lag das Vormaterial für ein zu erstellendes Objekt bereit. Jeder Teilnehmer konn­te sich aussuchen, ob er/sie einen Vogel oder eine Eisenblume samt Topf zusammenschweißen wollte. Dazu war jeweils ein Satz von ca. einem halben Dutzend Einzelteilen zusammenzusuchen. Alles war von den Veran­staltern, den Lehrern Rainer Buer, Dirk Nixdorf, Guido Overbeck und Udo Weddewer bestens vorbereitet.

Dann gings los. In Zweiergruppen mussten die Teilnehmer allen Mut zusammennehmen und „einfach draufhalten“, wie es in der Einweisung so schön hieß. Das klappte dann auch bei Allen erstaunlich gut. In kurzer Zeit hatte jeder Teil­neh­mer „sein“ Objekt in den Händen, selbstgeschweißt und fertig für den Garten. Was werden die Nachbarn neidisch sein! Am Objekt „Blumentopf“ befand sich übrigens sinnigerweise eine kleine Halterung (angeschweißt!) für eine Teeleuchte. Damit das Prachtstück auch bei Dunkelheit zur Geltung gebracht werden kann!

Schweißkurs

Die Veranstaltung war eine runde und prima Sache! Gewisse Grundfertigkeiten, auf denen unsere Industriegesellschaft nicht zuletzt basiert, kann sich ruhig jeder aneignen. Das gilt besonders für Lehrer an Berufsschulen! Nicht, dass nun ver­sierte Fachkräfte für Schweißtechnik dabei herausgekommen wären. Aber was diese Technik bedeutet, davon konnte sich jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein Bild machen. Dank an die Veranstalter!

(KY 2011-05-17)

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