WIM 1 unterwegs

Tagesfahrt der WIM 1 zur Zeche-„Zollverein“ in Essen

Am Montag, den 17.12.2012 wurde der Unterricht für die Industriekaufleute des 2. Lehrjahres kurzerhand ins Ruhrgebiet verlegt. Ziel der Klasse war die Zeche-„Zollverein“ in Essen.

Nach unkomplizierter Anreise erreichte man das Weltkulturerbe wie geplant mit kaufmännischer Pünktlichkeit. Am Eingangstor wurden wir bereits von Frau Suchkova erwartet. Um es vorweg zu nehmen: Die Führung war ausgesprochen informativ und sehr spannend! Los ging es an einem Modell auf dem Gelände. Dort wurde uns eine erste Übersicht über das insgesamt 13 km² große Areal gegeben.

Im Folgenden erfahren Sie etwas über den Inhalt der Führung durch die Zeche.

Im Jahr 1847 wurde die erste Schachtanlage durch Franz Haniel in Betrieb genommen. Er vermutete in dem Gebiet Fettkohle und führte deshalb Probebohrungen durch. Die Fettkohle ist besonders gut für die Koks-Herstellung geeignet. Koks wird für die Stahlproduktion benötigt. Ab dem 01.02.1932 schlossen sich mehrere Zechen-Betreiber zur Vereinigten Stahlwerke AG zusammen.Somit konnten durchinsgesamt 12 Schächte Bergleute, Material und natürlich Kohle befördert werden.

Einige Schächte wurden auch ausschließlich für die „Bewetterung“ genutzt. Hierbei wird Frischluft in den Berg geleitet. Diese versorgt die Bergleute mit Hilfe des entstehenden Unterdrucks mit Frischluft und befördert dabei die verbrauchte Luftnach oben. Mit der Zeit entstehen während des Bergbaus „unter Tage“ insgesamt 14 Etagen. Diese erstrecken sich auf eine Tiefe von bis zu 1.150 m. Dementsprechend hoch ist im 20. Jhd. auch die Förderleistung der Zeche.

Die WIM 1 am Weltkulturerbe Zollverein, Essen

Zu Spitzenzeiten fördern die Bergleute und Maschinen 12.000 Tonnen Kohle täglich. Das entspricht ca. 440 Dampflok-Waggons. „Unter Tage“gibt es natürlich kleinere Förder-Waggons. Allerdings sind zu jener Zeit 15.000 dieser Waggons im Einsatz.Seitdem 23.12.1986 wird keine Kohle mehr abgebaut.

Nach der Führung bedankte sich die Klasse für die Reise durch das Bergmanns-Leben und den Einblick in die Geschichte eines damaligen Industrie-Riesen im Ruhrgebiet. Anschließend fuhr die 14-köpfige Gruppe zurück in Richtung Innenstadt und ließ den Tag mit einem vorweihnachtlichen Bummel durch die Essener Einkaufsstraßen ausklingen.

 

Fazit der Klasse: Ein sehr schöner Abschluss des Jahres 2012 und für jede Altersklasse zu empfehlen! Nicht zuletzt deshalb, weil für jeden was dabei ist!

Ein Beitrag von Max Hövelbrinks

 

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