Projekt mit den Rauschsimulationsbrillen

Vollrausch? Nicht mit mir!

Im Rahmen des Unterrichts in Gesundheitsförderung hatten wir Sozialassistenten (BSO) die Gelegenheit, die Rausch-Simulationsbrillen zu testen. Die simulierten Promillewerte lagen bei  0,8 ‰ und 1,3 ‰. Mit den beiden Brillen sollten wir testen, wie es ist, mit den Promillewerten zu laufen, zu schreiben, kleinere Gegenstände aufzuheben und mit einer Schere zu schneiden.

Zuerst musste ein auf dem Boden ausgelegter Parcours absolviert werden. Das stellte sich als sehr schwierig heraus, besonders mit 1,3 ‰. Man konnte die Entfernung nicht mehr richtig einschätzen, lief gegen Tische und Stühle und torkelte seinen Weg entlang, sehr zur Freude der Mitschüler!

Das Sehen war erschwert, die Schrift war schief und krakelig.

Auch das Aufheben der Gegenstände vom Boden war alles andere als leicht. Die Herausforderung lag in der Abschätzung der Entfernung. Meine Mitschüler fassten zum Beispiel einen halben Meter vom Gegenstand entfernt auf den Boden, da sie der Überzeugung waren, dass dieser dort läge.

Das Projekt war sehr lustig, vor allem für die Zuschauer. Doch wenn man bedenkt, dass viele Leute zum Beispiel den Straßenverkehr behindern, ob als Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, weil sie die Entfernung nicht mehr richtig einschätzen können und ihr Reaktionsvermögen stark beeinträchtigt ist, ist es doch sehr gefährlich.

(geschrieben von Julia Haverott, BSO)

 

Das Alter… jedem steht es einmal bevor!

… und mit dem Alterssimulationsanzug bekommt man schon einmal einen Vorgeschmack davon!

Man bemerkt, dass einem das Eigengewicht auf einmal viel schwerer vorkommt. Das Laufen wird langsamer und vor allem anstrengender. Jeder Schritt kostet viel Kraft, Kraft, die man im Alter oftmals nicht mehr so hat. Die Gelenke werden unbeweglicher und somit das Treppensteigen schwieriger. Ein Schritt nach dem anderen… Pause machen nicht vergessen… Jetzt, wo alles so anstrengend geworden ist und an den Kräften zehrt, muss man mal stehen bleiben oder sich hinsetzen um zu verschnaufen.

Doch da wartet das nächste Problem: das Aufstehen. Es wird immer anstrengender, und manchmal braucht man eben sogar einen zweiten Versuch.

Beim Essen werden die Arme auf einmal so schwer. Man braucht auch da von nun an mehr Kraft, egal ob beim Brote schmieren oder beim Aufdrehen der Wasserflasche.

Aber auch das Hören wird anstrengender, alles ist leiser geworden. Man hört z.B. nicht mehr, wenn jemand einen aus weiterer Entfernung ruft. Oder man überhört schnell mal die Frage, die einem gestellt worden ist. Das Auto ist auf einmal viel schneller da!

Und die kleine Schrift auf den Medikamentenpackungen! Eine echte Herausforderung!

Es schränkt sich also alles ein! Das Bewegen, das Hören, das Sehen. Alles kostet mehr Kraft, und die eigene wird weniger!

Alt werden ist nichts für Feiglinge!

 (geschrieben von Miriam Matthee, BSO)

 

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