Praxisnaher Vortrag

Wie kommt der Strom aus der Steckdose?

Sicherheit im Umgang mit dem Produkt ‚Elektrizität‘ ist oberstes Gebot – dies vermittelte Georg Gerhards, Netzmeister der Stadtwerke Borken, kürzlich in einem praxisnahen Vortrag Schülern des Berufskollegs Borken im Rahmen ihrer Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik (Auszubildende der umliegenden Elektroinstallationsbetriebe).

Welchen Weg geht im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Borken der Strom und was ist dabei zu beachten, bis er schließlich für den Endverbraucher einfach und komfortabel nutzbar ist? Dies erläuterte Georg Gerhards den interessierten Zuhörern eingehend und konnte aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung seinen Bericht mit zahlreichen Beispielen aus dem Berufsalltag bereichern.

Mit vielen Fotos aus der Berufspraxis gelang es Georg Gerhards, den Schülern einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der elektrischen Energieversorgung der Stadtwerke Borken zu verschaffen. Nicht zuletzt aufgrund des Bezugs zur eigenen Berufsausbildung war dieser außergewöhnliche ‚Blick hinter die Kulissen‘ für die Teilnehmer des Vortrags von besonderem Interesse, was diese auch mit regem Nachfragen während des Vortrags dokumentierten.

Für viele Handwerker war bisher die Welt am Hausanschlusskasten zu Ende. Nicht zuletzt wegen der Themenstellung, die sich aus den neuen Einspeisern wie Blockheizkraftwerke, Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen etc. ergeben, gewinnt die Kenntnis über das vorgelagerte Stadtwerkenetz an Bedeutung. Im Rahmen der dualen Ausbildung (praktische Ausbildung in den Handwerksbetriebe, theoretische Ausbildung im Berufskolleg) ist deshalb z.B. eine Orientierung bei den technischen Anschlussbedingungen (TAB) eine wichtige Voraussetzung, um den zukünftigen Anforderungen im Beruf gewachsen zu sein.

Leider so bedauern Dipl.-Ing. Hartmut Hemling und Dr.-Ing. Norbert Heisterkamp die betreuenden Berufschullehrer, können die Schulbücher und die Vorgaben für die Unterrichtsinhalte nie so aktuell sein, wie die Berichte von Fachleuten die täglich Ihr Geld damit verdienen. Da noch soviel Theorie die Praxis nicht ersetzen kann wünschen wir uns sehr, dass andere Betriebe aus den unterschiedlichsten Bereichen der Elektrotechnik dem Beispiel der Stadtwerke folgen und von Ihrem Berufsalltag und den damit verbundenen Problemstellungen berichten. Das zufriedene Resümee aller Beteiligten: „Diese Veranstaltung machen wir zur Dauereinrichtung“

(NH 2011-02-23)

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