Mathematik zum Anfassen

Abstrakte, abgehobene Mathematik war gestern, Platonische Körper falten ist Mathematik zum Anfassen.

Unter diesem Motto stellte der Grundkurs Mathematik der Stufe 13 des Gymnasiums Erziehung und Soziales im Herbst dieses Schuljahres die fünf platonischen Körper aus Papier her und zwar einzig und allein durch Falten. Die Platonischen Körper sind reguläre Polyeder mit größtmöglicher Symmetrie: alle Flächen und alle Winkel an den Ecken sind gleich. Jeder hat schon mindestens einen dieser 5 existierenden Körper in der Hand gehabt: den klassischen Würfel (6 Seiten). Die anderen sind der Tetraeder (4 Seiten), Namensgeber von Firma Tetrapack, der Oktaeder (8 Seiten), der Dodekaeder (12 Seiten) und der Ikosaeder (20 Seiten).

Das Herstellen der Platonischen Körper ist ein Teil des Konzeptes von Professer Löcher und Professor Rümmele im Rahmen handlungsorienter Geometrie. Hier wurde dies als Einstieg in die Wahrscheinlichkeitsrechnung genutzt, weil die Platonischen Körper alle Laplace-Würfel sind.

Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer hatten teilweise eigenes kunstvolles Papier mitgebracht, die meisten nutzten aber klassisches Origami Papier, was aufgrund der vielen Farben eine Parkettierung und damit Hervorhebung der Symmetrien der Platonischen Körper möglich macht. Das Falten erfordert ein deutliches Maß an Fingerfertigkeit, geometrischem Vorstellungsvermögen und Präzision. Wer es nicht glaubt, ist eingeladen ein Stück Papier zu nehmen und selbst zu falten. Assistiert hat bei dem Projekt Anton Große Wentrup.

Die Schülerinnen und Schüler der GE 13 hatten sich sofort viel vorgenommen und suchten sich fast ausnahmslos den Körper mit den meisten Flächen, den Ikosaeder aus. Dies erfordert die meiste Präzision und auch das Zusammenstecken am Ende ist alles andere als trivial. Sie haben es aber fast alle geschafft und ein fertig

Das ist Handwerk, Kunst und Mathematik vereint.

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