Berufskolleg Borken verabschiedet seinen Abiturjahrgang 2022

59 Abiturientinnen und Abiturienten der drei Beruflichen Gymnasien des Berufskollegs Borken erlangen die Allgemeine Hochschulreife

 Am letzten Schultag dieses Schuljahres, dem 24. Juni 2022, verabschiedete das Berufskolleg Borken die Abiturienten der Gymnasien für Wirtschaft und Verwaltung, Ingenieurwissenschaften sowie des Bereichs Gesundheit und Soziales im Forum der Schule. Der feierliche Anlass konnte in diesem Jahr wieder mit Familien und Freunden begangen werden, was „coronabedingt“ in den letzten beiden Jahren nur eingeschränkt möglich war.

Im Beisein der Schulleitung, der Klassen- und Fachlehrer sowie der Eltern konnten die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen ihr Abschlusszeugnis – die Allgemeine Hochschulreife – entgegennehmen.

Die Veranstaltung bot ein buntes Programm aus Musik von Lehrern und Schülern, Ehrungen, Preisverleihungen, Reden und der feierlichen Überreichung der Abiturzeugnisse, durch das die Moderatorinnen Helena Funke und Theresa Sieverding aus dem Wirtschaftsgymnasium führten.

Emma Beckmann aus dem Gymnasium für Gesundheit und Soziales und Adrian Lammersmann aus dem Gymnasium für Ingenieurwissenschaften gaben in einer spritzigen Rede den erlebten Schulalltag aus Schülersicht von drei bewegten Jahren aus normalem, Heim-, Hybrid und Wechselunterricht wieder und sprachen den Klassen-, Fachlehrern und Eltern ihr Lob und ihren Dank für das Engagement in dieser nicht immer ganz einfachen Zeit aus.

Studiendirektorin Stefanie Stuhr, Bereichsleiterin der beruflichen Gymnasien, blickte in ihrer humorvollen Rede ebenfalls auf die Zeit der Abiturientia unter den Bedingungen von Online-Unterricht und Homeschooling zurück. Sie hob hierbei in Anlehnung an das diesjährige Abiturmotto “Alabin – In jeder Flasche steckt ein Genie!”, verkleidet als “Dschinni” aus der Geschichte von Aladin, hervor, dass ihre Offenheit und ihr Sich-Einlassen auf Neues es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht hätten, die Widrigkeiten der letzten Jahre zu meistern. Dies seien bereits wichtige Grundlagen für zukünftigen Erfolg. Als Genie werde man nämlich nicht geboren, man könne es aber werden, wenn man seine Fähigkeiten, seine Kreativität trainiere und seine Wahrnehmung verbessere. Trotz der Vorteile der Digitalisierung, die den Schülerinnen und Schülern einen zumeist reibungslosen Unterricht ermöglicht haben, wies Frau Stuhr eindringlich darauf hin, dass digitale Kommunikation, wahre Beziehungen nicht ersetzen könne. Sie appellierte abschließend an die Abiturientia, sich nicht vor der Welt zu verschließen, sondern die Freiheit zu genießen und Gelegenheiten aktiv zu nutzen, “das Geniale” in ihnen weiter auszubauen.

Im Rahmen der Feier wurden die jeweils Klassenbesten der drei beruflichen Gymnasien geehrt. Jens Kormann aus der GW19B erhielt darüber hinaus einen Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, zu deren Mitglied er sich jetzt zählen darf. Der Religionskurs von Oberstudienrätin Ulrike Prasse wurde von Dr. Thorsten Jakobi vom Landesverband des evangelischen Bundes zu seinem zweiten Preis beim Ökumene Wettbewerb 2022 beglückwünscht und erhielt eine Auszeichnung für seinen wertvollen Beitrag.

Letzte Worte der Verabschiedung erreichten die Schülerinnen und Schüler vor der Entgegennahme der Zeugnisse durch Schulleiterin Annette Sühling, die ihnen und ihren Eltern zum erfolgreichen Abitur, dem „höchsten in Deutschland zu erwerbendem Bildungsabschluss“ gratulierte. Auch Frau Sühling zog Parallelen zum diesjährigen Abiturmotto, dem Märchen von Aladin und der Wunderlampe, und den Abiturientinnen und Abiturienten. Die Schülerinnen und Schüler würden in ein Leben mit all seinen komplexen Elementen gehen. Jede und jeder von ihnen müsse dabei nun für sich selbst Verantwortung übernehmen . Die Zeit werde zeigen, wie die jungen Erwachsenen eigenverantwortlich ihr “Genie und ihre Genialität” entwickeln und erarbeiten. Das Berufskolleg des Kreises Borken habe sie in den drei Jahren mit den Kernkompetenzen des 21. Jahrhunderts ausgestattet. Hierzu zählten Kreativität, kritisches Denken, Teamfähigkeit sowie Kommunikation. Dabei wies sie darauf hin, dass auch die Familien und Eltern die Grundlage dafür waren, dass die jungen Leute zu “Persönlichkeiten und Genies mit Ausbaupotential” geworden sind. Die Abiturientinnen und Abiturienten sollten sich den Satz von Konrad Adenauer zu eigen machen und nun ihre Chancen in einem weiterhin prosperierendem Wirtschaftsraum wie dem Münsterland ergreifen: “Das Wichtigste ist der Mut!”

RS, 24.06.2022

2022-07-12T07:28:25+02:00

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