Essaywettbewerb der Berkenkamp Stiftung – Lukas Edeler vom Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs Borken unter den Besten

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Essaywettbewerb der Berkenkamp Stiftung – Lukas Edeler vom Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs Borken unter den Besten

In diesem Jahr nahm das Berufskolleg Borken erstmalig mit drei Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe am landesweiten Essaywettbewerb der Berkenkamp Stiftung teil – mit großem Erfolg, wie sich bereits im Sommer herausstellte. Jakob Benning (Jahrgangsstufe 13), vom Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung, sowie Lisa Ellermann (Jahrgangsstufe 13), vom Gymnasium für Erziehung und Soziales, erhielten Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme. Lukas Edeler (Gymnasium für Wirtschaft und Verwaltung, Jahrgangsstufe 12) erreichte sogar den vierten Platz und gewann somit die Teilnahme an einem Literaturseminar in Weimar. Die Urkunden wurden den drei Essayisten von Schulleiterin Annette Sühling überreicht, die auch den betreuenden Deutschlehrerinnen Regina Schreiber, Stefanie Stuhr und Maureen Kompa gratulierte. Im Folgenden berichtet Lukas Edeler über seine Erlebnisse und Erfahrungen, die er in Weimar sammeln konnte. Für das Team der Deutschlehrerinnen steht fest: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!“.

Literaturseminar in Weimar vom 04.11.19 bis zum 07.11.19

Der Essaywettbewerb ist ein landesweiter Schülerwettbewerb, der jährlich von der Berkenkamp Stiftung ausgetragen wird. Dabei bekommen Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit, sich mit einem der drei angebotenen Themenvorschlägen auseinanderzusetzen. Im Jahr 2019 standen die Themen „Das Überflüssige ist eine sehr notwendige Sache.“ (Voltaire), „Was bedeutet Verantwortung für die Welt von morgen?“ und „Welche Sprache spricht die Mode?“ zur Auswahl.

Jede Schülerin/ jeder Schüler hat nach der Themenauswahl vier Wochen Zeit, um den Essay anzufertigen. Anschließend ermittelt eine Jury aus Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern die zehn besten Essays. Diese Schülerinnen und Schüler werden dann zu einem viertägigen Literaturseminar eingeladen, das in diesem Jahr in Weimar stattfand.

Das Seminar begann am Montag, den 04.11.19, und ich traf mich mit den anderen Preisträgerinnen und Preisträgern am Hauptbahnhof in Hamm. Von dort fuhren wir mit unseren zwei Begleitern nach Weimar. Am späten Nachmittag trafen wir in unserer Jugendherberge ein und bezogen zunächst die Zimmer. Anschließend liefen wir zum Goethe- und Schiller-Archiv, wo mehr als 150 Nachlässe von Schriftstellern, Gelehrten, Philosophen und Komponisten verwahrt werden. Bekannt ist das Archiv vor allem durch die Nachlässe von Goethe und Schiller. Der Direktor führte uns durch die Räumlichkeiten des ältesten Literaturarchivs Deutschlands. Dabei gefiel mir besonders gut, dass uns anhand von Originalschriften gezeigt wurde, wie Goethe seine Texte schrieb.

Der nächste Tag begann mit einem Lese- und Stimm-Warm-up. Dabei erklärte uns eine erfahrene Stimmlehrerin für Schauspieler, wie wir unsere Stimme auf längere Vorträge vorbereiten können. So sei es beispielsweise besonders wichtig, alle Körperteile, die beim Sprechen bewegt werden, vorher zu lockern. Darauffolgend fand der eigentliche Workshop mit Kerstin Hensel statt. Die deutsche Schriftstellerin schreibt überwiegend Gedichte, Romane und Erzählungen. Frau Hensel schlug vor, dass wir uns nicht weiter mit unseren Essays beschäftigen sollten, sondern dass es interessanter wäre, sich einer anderen Textsorte zu widmen – der Glosse. Unsere Aufgabe war es, selbst eine Glosse zu einem beliebigen Thema zu verfassen. Besonders gut fand ich, dass jeder seinen eigenen Text vorlesen konnte und Feedback von den anderen Schülerinnen und Schülern sowie von der Schriftstellerin bekam. Am Abend folgte schließlich die Preisverleihung und wir bekamen unsere Urkunden.

Essay Lukas Edeler
Essay Lisa Ellermann
Essay Jakob Benning

von links nach rechts: Regina Schreiber, Maureen Kompa, Lukas Edeler und Stefanie Stuhr freuen sich über den positiven Ausgang des Essaywettbewerbs

Am Mittwoch stand zuerst eine Führung im Bauhaus-Museum auf dem Programm, welches an das Staatliche Bauhaus erinnert – eine der bedeutendsten Design- und Kunstschulen des 20. Jahrhunderts. Mittelpunkt der Ausstellung ist die Lebensgestaltung von Heute und Morgen. Danach besuchten wir die Herzogin Anna Amalia Bibliothek, die für ihren ovalen und über drei Geschosse reichenden Rokokosaal berühmt ist. Nachmittags war dann die letzte gemeinsame Aktion, die Innenstadt von Weimar zu erkunden, da wir am Donnerstag bereits morgens den Heimweg antraten.

Abschließend kann ich nur sagen, dass das Literaturseminar eine tolle Erfahrung war. Besonders gut gefielen mir die Gespräche mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch das Treffen mit der Autorin.

Lukas Edeler, GW12B

Schulleiterin Annette Sühling und Deutschlehrerin Stefanie Stuhr gratulieren Lukas Edeler zum vierten Platz

2019-12-04T22:49:42+01:00
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