Von Peter Berger

BORKEN. Das neue Gründerzentrum an der Weseler Straße heißt ab sofort „bori-Go“. Auf diese Bezeichnung sind Schüler des Wirtschaftsgymnasiums im Berufskolleg Borken gekommen. Ihr Vorschlag landete beim Namenswettbewerb auf dem ersten Platz. Neben dem „bor“ für Borken stecke darin auch das englische Go für sinngemäß „Auf geht’s“ und zugleich das lateinische origo für Anfang und Ursprung, erläutert Peter Vastall vom siegreichen Team. Diesem gehören außerdem Kevin Niermann, Jakob Benning, Luc Hortmann, Greta Forsthövel und Nele Brüninghoff an. Als Belohnung gab es Frei-Tickets für das neue Musikfestival Farbenwald.

Nachdem der Name gefunden war, machte sich die Gruppe an die Gestaltung des Logos. Dies wurde von Lisa Schmeing noch ein wenig verfeinert, zum Beispiel durch einen optimistisch nach oben weisenden Pfeil. Schmeing hat sich als „Pixelprofi“ selbstständig gemacht und ist eine der ersten Nutzerinnen des Startup-Quartiers, das sich neben dem neuen „Basecamp“ des IT-Unternehmens Netgo befindet. „Die Atmosphäre ist klasse“, stellt Lisa Schmeing nach den ersten Wochen im „boriGo“ zufrieden fest. Jung- und Neu-Unternehmer können im Erdgeschoss einen der elf Büro-Plätze mieten. Dazu gibt es eine „Co-Working-Fläche“ mit Schreibtischen. Interessierte können hier tage- oder wochenweise ihren Laptop einstöpseln und an ihrer Geschäftsidee feilen – allein oder zusammen mit den Schreibtischnachbarn. „Gemeinsam arbeiten, gemeinsam wachsen“ heißt es im eigentlich englischen Untertitel des Logos.

Finanziell getragen wird die Startup-Hilfe wie schon das Vorgänger-Quartier an der Landwehr von der Stadt Borken, der Firma Netgo sowie der Sparkasse Westmünsterland und der Volksbank Westmünsterland. Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sprach den Teilnehmern des Namenswettbewerbs ein großes Lob aus. Die Schüler hätten originelle Wortschöpfungen gefunden, die in der Jury intensiv diskutiert worden seien. „Gründerzentrum“ habe zu altmodisch nach Gründerzeit geklungen, begründete Schulze Hessing den Namenswechsel. Die Beteiligung am „boriGo“ versetze die Stadt in die Lage, „Zukunft
mitzugestalten“, so die Bürgermeisterin weiter.

Wirtschaftsgymnasiast Peter Vastall hat sich vom Gründergeist bereits anstecken lassen. Der 18-Jährige baut im Netz eine Vermarktung von Deko-Artikeln auf. Dafür habe er bereits ein Gewerbe angemeldet. Das betreibt er bislang von zuhause. Ob er eines Tages ins  boriGo“ wechselt, weiß er noch nicht. Bei der Preisverleihung am Montag hieß es halb scherzhaft, halb ernst: „Jedes Unternehmen fängt klein an, aus manchen werden Weltmarktführer.“