Zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums für Ingenieurwissenschaften des Berufskolleg Borken haben eine autonom fahrende Maisdrille entwickelt. Die kettcargroße Drille kann über ein GNSS-System, das neben GPS noch weitere Sattelitensysteme nutzt, auf 3cm genau positioniert werden. So gelangen die Maiskörner zusammen mit dem Dünger ohne Anwesenheit des Landwirtes in den Acker.

Die Idee für diesen Roboter kam im Rahmen des Wettbewerbs „Schüler macht MI(N)T!“ auf. Die Aufgabe für dieses Jahr war es, den Berufsalltag zu erleichtern. Katharina Messing, Schülerin der GT12, schildert, wie hieraus das Projekt entstand: „Wir wollten einen Roboter bauen – und in unserer Agrarregion lag dann ein Werkzeug für Landwirte nahe. Mit ihnen haben wir auch gesprochen – einige würden unser Produkt kaufen.“

Hier konnte das Berufskolleg Borken seine Stärke als Bündelschule ausspielen. Viele wichtige Details der Feldarbeit konnten die Gymnasiasten von den Landwirten lernen. Auch ein Test-Acker wurde zur Verfügung gestellt. Von der Projektidee über die Hard- und Software entwickelten und produzierten die Schüler des Gymnasiums für Ingenieurwissenschaften alles selbst. Neben dem günstigen Anschaffungspreis hat die Maisdrille viele Vorteile.

Sie fährt autonom und unbemannt, kann bequem von zu Hause überwacht werden und verdichtet den Boden nicht. Dies überzeugte auch die Jury des Wettbewerbs und die Schüler des Berufskollegs erhielten den zweiten Platz.

Die Entwickler der Maisdrille: (von links nach rechts): Wolter, Johan – Klein-Heßling, Felix – Grömping, Jannis – Gillitzer, Leon – Messing, Katharina – Bloch, Lea – Wilkes, Quentin – Kalkan, Jonas – Keußen, Justus