Spätestens nachdem der Street Art-Künstler Banksy im vergangenen Herbst sein Bild „Girl with balloon“ vor den Augen einer verblüfften Bietergemeinschaft im Auktionshaus Sotheby`s wie von Geisterhand schredderte, hat sich Banksy einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Das Bild war für 1,2 Millionen Euro versteigert worden. Allerdings schaltete sich in dem Moment, als der Zuschlag erteilt wurde, ein im Bilderrahmen versteckter Schredder ein – und schnitt das Bild vor den Augen der Anwesenden in Streifen.

Street Art à la Banksy gehört für die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Borken nun Tag für Tag im Schulgebäude zum Schulalltag. Sie sorgt für Bewunderung, bei denen die vorbeilaufen, und Stolz bei denen, die die Bilder geschaffen haben.

Kunstpädagoge Lothar Mittag arbeitet intensiv mit den Schülerinnen der Jahrgangsstufe 13, die in den letzten Monaten vor dem Abitur nochmal angehalten und unterstützt werden, sich auf ihre kreativen Fähigkeiten zu besinnen. Es erscheint wichtig, gerade in dieser Zeit für das Selbstwertgefühl aus einem „das schaffen wir nie…“ ein „Mensch , das habt ihr gemacht…?“ zu machen.

Es ist schon schön, wenn man dann auch noch tagtäglich an „seinem“ Kunstwerk vorbeiläuft. Es ist spannend, sich abzustimmen über Form, Farbe und Komposition, zu kombinieren, auszuwählen und Kompromisse einzugehen, zu organisieren, sich Zeitziele zu setzen und sie auch einzuhalten. All dies sind unabdingbare Fähigkeiten für die Zeit nach dem Abitur und sie werden eingeübt im Kunstunterricht, der bei derartigen Inhalten auch schon mal unbemerkt über die stundenplanmäßigen 90 Minuten hinausgeht.